Aachen - Sportbund sucht eine neue Spitze

Sportbund sucht eine neue Spitze

Von: Udo Kals
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Eine recht kurze Haltbarkeitszeit hat der derzeitige Vorstand des Kreissportbundes Aachen (KSB): Im vergangenen April auf drei Jahre gewählt, wird bei der Mitgliederversammlung am 14. April in Alsdorf-Begau erneut zum Urnengang aufgerufen.

Hintergrund: KSB-Chefin Karin Gruner, ihr Vize Dieter Kreutz und Geschäftsführer Oliver Greven hatten Ende 2009 angekündigt, ihre Ämter zur nächsten Mitgliederversammlung niederzulegen.

Während Greven und Kreutz auf Anfrage ihren Rückzug mit beruflichen und anderen Verpflichtungen begründen, ließ Gruner in den vergangenen Wochen mehrere Anfragen unbeantwortet. Doch dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass die seit November 2005 amtierende Vorsitzende zu ihrem Wort steht. Davon geht auch Gruners zweiter Stellvertreter, Friedhelm Krämer, aus, der sich wie Schatzmeister Hans-Werner Feck durchaus ein weiteres Engagement vorstellen kann. Welches Team den KSB künftig führen wird, ist indes unklar. Offene Kandidaturen gibt es dem Vernehmen nach derzeit nicht.

Eng verbunden mit dem Personal ist wohl auch die Frage, welcher Zukunft der KSB als Verband entgegengeht. So ist eine Fusion mit dem Aachener Stadtsportbund (SSB) für den Landessportbund NRW eine denkbare Lösung, wie dessen Sprecher Stefan Formella sagt. Andererseits gibt es Überlegungen, nach denen der Aachener SSB enger mit den einzelnen Stadt- und Gemeindesportverbänden im ehemaligen Kreisgebiet kooperiert. Aber, und das betonen Formella wie auch der Aachener SSB-Chef Björn Jansen: Darüber hat nur der KSB zu entscheiden.

Unterdessen dürften auf der Versammlung die heftig umstrittenen Beiträge erneut ein Thema sein, die der jetzige KSB-Vorstand einführen wollte. Hatte sich die Mitgliederversammlung im April 2009 mit deutlicher Mehrheit dagegen ausgesprochen, erging im November ein Schreiben der KSB-Spitze an die rund 400 Sportvereine mit ihren mehr als 80.000 Mitgliedern. Zentraler Inhalt: Ab dem 1. Januar 2010 soll ein Jahresbeitrag von 20 Euro pro Verein und 20 Cent pro Mitglied erhoben werden. Nach geharnischten Protesten der Basis zog der Vorstand das Schreiben mit dem Hinweis zurück, dass bei der Mitgliederversammlung im April das Thema erneut diskutiert werden soll.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert