Spiritualität und Naturschutz Hand in Hand

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„Weg zur Mitte“: Ein begehbares Steinlabyrinth ist Teil des Schöpfungspfades. Als Symbol für den Lebensweg des Menschen lädt die Station zur Meditation ein. Foto: Bistum Aachen

Nordeifel. Beim ersten großen Vernetzungstreffen zum Thema Kirche und Nationalparke haben sich in Schleiden knapp 30 Experten aus ganz Deutschland über kirchliche Angebote in den Nationalparken informiert und ausgetauscht.

Teilgenommen haben Mitarbeitende von der katholischen und evangelischen Kirche sowie von Nationalparkverwaltungen aus dem gesamten Bundesgebiet – vom Niedersächsischen Wattenmeer bis zum Schwarzwald.

Eingeladen hatte zu diesem dreitägigen Treffen das Bistum Aachen in Kooperation mit der Seelsorge im Nationalpark Eifel und Vogelsang (katholische Gemeinschaft der Gemeinden Hellenthal/Schleiden) und dem Ökumenischen Netzwerk Kirche im Nationalpark Eifel. Getagt wurde in Gemünd sowie in den Räumen der Nationalparkseelsorge in Vogelsang.

Bei seinem Einführungsvortrag „Der Nationalpark Eifel im Porträt“ stellte Michael Lammertz, stellvertretender Leiter der Nationalparkverwaltung, die besondere Bedeutung der Kooperation mit den kirchlichen Einrichtungen heraus: „Bei genauerer Betrachtung verfolgen wir exakt dasselbe Ziel, wir sprechen von Prozessschutz oder Erhalt der Biodiversität, während es kirchlicherseits Bewahrung der Schöpfung heißt.“

Beim Vernetzungstreffen stieß unter anderem der Schöpfungspfad im Nationalpark Eifel als gemeinsames Projekt von Nationalparkverwaltung und Ökumenischem Netzwerk Kirche im Nationalpark Eifel auf großes Interesse.

Beliebter Schöpfungspfad

Der 2009 eingerichtete Schöpfungspfad „Dem Leben auf der Spur“ bei Simmerath-Hirschrott ermöglicht mit seinen zehn Stationen einen spirituellen und meditativen Zugang zum Nationalpark. „Der Schöpfungspfad auf dem für mich persönlich schönsten Stück Weg im ganzen Nationalpark Eifel lädt mit seinen literarischen und biblischen Texten regelrecht zum bewussten Wahrnehmen und Meditieren ein“, so Lammertz.

In anderen Nationalparkregionen gibt es ähnliche Projekte zum Thema Schöpfung oder sind in Planung.

Das Bistum Aachen engagiert sich intensiv seit vielen Jahren im Nationalpark Eifel. Dr. Manfred Körber, Leiter der Abteilung Grundfragen und -aufgaben der Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat Aachen betonte: „Kirche muss einladend und ansprechbar sein. Orte wie der Nationalpark bieten dafür große Chancen, wie unsere Erfahrungen zeigen. Dankbar sind wir für die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Eifel.“

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