Spinnweben funkeln im Licht: Altweibersommer in der Eifel

Von: ag
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Unser Bild ist am Mittwochmorgen in Konzen im Krähwinkel entstanden. Foto: A. Gabbert

Nordeifel. Einen schönen Altweibersommer hat Petrus in den vergangenen Tagen der Eifel spendiert. Wenn am frühen Morgen die Nebelschwaden aus den Tälern empor wabern, dann funkeln an vielen Stellen in der Eifel die Spinnweben im Sonnenlicht.

Die für diese Jahreszeit typischen Spinnweben sind auch eine mögliche Erklärung für den Begriff „Altweibersommer“. „Weiben“ ist nämlich ein altdeutscher Ausdruck für das Knüpfen von Spinnweben. Die glitzernden Fäden sollen an die langen, silbergrauen Haare älterer Frauen erinnern.

Im Volksglauben wurden die Spinnweben daher auch für Gespinste von Elfen, Zwergen, der Nornen oder der Jungfrau Maria („Marienfäden“, „Mariengarn“, „Marienseide“, „Marienhaar“ oder „Unserer Lieben Frauen Gespinst“, „Mutter Gottes Gespinst“) gehalten. Meteorologisch gesehen zeichnet sich der Altweibersommer durch ein Hochdruckgebiet, stabiles Wetter und ein warmes Ausklingen des Sommers aus.

Das kurzzeitig trockenere Wetter erlaubt eine gute Fernsicht und intensiviert den Laubfall und die Laubverfärbung. Zum Wochenende hin wird es wechselhafter, dann könnte der morgendliche Zauber erstmal vorbei sein.

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