Spielplatz-Schließung „das falsche Signal”

Von: P. St.
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„Wegen Vandalismus gesperrt!” An dieses Schild am Spielplatz in der Simmerather in der Fuggerstraße in Simmerath hat man sich fast schon gewöhnt.Foro: P. Stollenwerk

Simmerath. „Wegen Vandalismus geschlossen!” An dieses Schild in der Fuggerstraße in Simmerath hat man sich fast schon gewöhnt. Das Schild ist an einem wenig attraktiven Bauzaun befestigt, der den Zugang zum am Ende der Straße liegenden Spielplatz versperrt. Seit einem Jahr ist das jetzt schon so, die Spielgeräte geben ein trauriges Bild ab, das Grundstück auch.

Nun hat die Simmerather SPD-Fraktion beantragt, den Spielplatz wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Es sei das falsche Signal, wenn man vor immer wieder auftretendem Vandalismus kapituliere und die Kinder einer Spielmöglichkeit beraubt würden.

Abgesehen davon, dass der jetzige Zustand des Grundstückes „kein Schmuckstück für Simmerath” darstelle, heißt es in dem Antrag weiter. Gerade im Ortskern ist aus Sicht der SPD der Bedarf für einen Spielplatz unstrittig. Hier sollte man ein Zeichen für Familienfreundlichkeit setzen.

Nachdem der Spielplatz besonders in den Sommermonaten immer häufiger als abendlicher Treffpunkt missbraucht wurde und morgens die Mütter mit ihren Kinder leere Bierflaschen und andere Hinterlassenschaften im Sand vorfanden, schloss die Gemeinde kurzerhand das Gelände.

Verwaltung: Nicht notwendig

Der Antrag der SPD stand jetzt im Simmerather Tiefbauausschuss zur Beratung an und löste eine grundsätzliche Debatte über die Situation der gemeindlichen Spielplätze aus. Schon im Frühjahr hatte der Simmerather Ortsvorsteher Stefan Haas um Prüfung gebeten, ob eine Verlagerung der Spielgeräte an eine andere Stelle im Gemeindegebiet möglich wäre.

Ein unbedingte Notwendigkeit zur Beibehaltung des Spielplatzes Fuggerstraße mitten im Simmerather Geschäftszentrum wird aus Sicht der Verwaltung nicht gesehen.

Der Spielplatz wurde im Sommer 2003 komplett erneuert. Für neuen Sand und neue Spielgeräte wurden 12.500 Euro investiert.

Marc Topp (SPD) regte an, den Spielplatz kurzfristig wieder herzurichten. Gleichzeitig solle die Verwaltung stichprobenartig Kontrollen vornehmen, damit es nicht erneut zu Missbrauch komme.

Auch Bruno Löhrer (CDU) vertrat die Ansicht, dass man den Spielplatz nicht sofort aufgeben solle, allerdings sei es erforderlich, sich einmal grundsätzlich mit den Spielplätzen in der Gemeinde zu beschäftigen.

Daher wurde auch der SPD-Antrag zunächst zurückgestellt, bis der Ausschuss sich in einer der nächsten Sitzungen einmal generell mit der Spielplatz-Thematik beschäftigt hat, um dann festzulegen, welche Spielplätze in Zukunft überhaupt noch offen gehalten werden.
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