Roetgen - Spielplatz Ahornweg: Kritik „schwer nachvollziehbar”

Spielplatz Ahornweg: Kritik „schwer nachvollziehbar”

Von: Ernst Schneiders
Letzte Aktualisierung:

Roetgen. Weit weniger emotional als Ratspolitiker und Anwohner sieht die Bauverwaltung der Gemeinde das Thema Spielplatz Ahornweg.

Die Verwaltung habe das Thema deshalb zur Abstimmung gestellt, um „zu erfragen” ob es nach 13 Jahren im Gemeinderat eine andere Einstellung zur Sache gebe. „Deshalb haben wir den Punkt nicht von der Tagesordnung genommen”, so Dirk Meyer vom Bauamt, der die „tumultartigen Szenen” nach der Abstimmung in der nichtöffentlichen Sitzung nicht verstehen konnte.

Verfahren 1997 eingestellt

Vor 13 Jahren nämlich, im Jahr 1997, war das Verfahren, den Bebauungsplan zu ändern und aus der Spielplatzfläche eine Wohnbaufläche zu machen, ohne Beschluss eingestellt worden. Die Änderung des Bebauungsplanes, Ende der 1980er-Jahre in die Wege geleitet, kam folglich nie zum Tragen, das Verfahren nie über die Offenlegung der Pläne hinaus. Im Bebauungsplan Nr. 2 blieb alles wie es war: Das Terrain blieb weiterhin als Spielplatz ausgewiesen. Das sei im Flächennutzungsplan der Gemeinde ähnlich, so Meyer. Dort sei das Areal als Grünfläche mit der Zweckbindung Spielplatz festgeschrieben.

Inzwischen gibt es laut Dirk Meyer „wieder einen Kaufinteressenten”, der seine angrenzende Bauparzelle nur über die heutige Spielplatzfläche erschließen könne.

„Kurioserweise”, so Meyer, habe die Ratsmehrheit jetzt dem Verkauf eines Grundstücks zugestimmt, ohne dass der Kaufinteressent auf diesem Grundstück bauen könne. Sollte eine Mehrheit im Gemeinderat der Auffassung sein, den Status Quo beizubehalten, dann, so Meyer, „hat sich das Thema erledigt”. Dann werde man dem Kaufinteressenten „einen freundlichen Brief schreiben”, dass er dort absehbar nicht werde bauen können.

Die Kritik an der Verwaltung aus Reihen der Politik ist laut Dirk Meyer angesichts der aktuellen Haushaltslage „schwer nachvollziehbar”. Der stellvertretende Bauamtsleiter bezeichnete es als „legitim”, wenn die Verwaltung mit Blick auf das Haushaltssicherungskonzept nach Einnahmemöglichkeiten Ausschau halte. Dirk Meyer: „Wir hatten dieses Thema eigentlich als unproblematisch eingeschätzt. Ich hoffe, dass sich die Gemüter beruhigen und wir alle zusammen eine Lösung finden, mit der jeder zufrieden ist.”
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