Nordeifel - Spielabbruch an der Schießgasse

Spielabbruch an der Schießgasse

Von: kk
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Gleich heißt es im Derby 1:0 für den SV Kalterherberg. Michael Theißen (Nr. 9) taucht frei vor Konzens Torwart Phillip Banzet auf und versenkt die Kugel ins Netz. Die Konzener Abwehrspieler Dario Rosenwick (Nr.3) und Tobias Gießen (Nr. 5) kommen zu spät. Foto: Kurt Kaiser

Nordeifel. Da die Nachholpartie in der Aachener Kreisliga B2, Kalterherberg gegen Vichttal II, ausfiel, stand am Samstag nur noch die Begegnung Lammersdorf gegen Forst auf dem Nachholspielplan. Diese wurde aber in der 70. Minute abgebrochen. Nachdem der Schiedsrichter den Ausgleichstreffer zum 2:2 wegen Abseitsstellung annullierte, kam es zu Protesten der Lammersdorfer.

Deren Torjäger Leopold Schorr kritisierte die Schiedsrichterentscheidung und erhielt dafür die Ampelkarte, danach soll er den Schiedsrichter geschubst haben, daraufhin brach dieser die Begegnung sofort ab.

„Hätten vielleicht gewonnen“

In der ersten Halbzeit fanden die Lammersdorfer nicht ins Spiel, so dass die Pausenführung der Gäste verdient war. In Halbzeit zwei lief es zwar besser für die Platzherren, dennoch kassierten sie das 0:2. Aufgrund der größeren Spielanteile in der zweiten Halbzeit kamen die Nordeifeler in der 66. Minute durch Til Krank zum verdienten Anschluss.

Vier Minuten später beendete der Schiedsrichter das Spiel nach „Leo“ Schorrs Aktion. Darüber war Lammersdorfs Trainer Georg Bauer nicht begeistert: „Die zweite Halbzeit ging ganz klar an uns. Wir waren ganz nah am Ausgleich und hätten vielleicht sogar noch gewonnen“, ärgerte der Trainer sich über das unrühmliche Ende der Partie, das aber sein Team zu verantworten hatte.

„Vom Winde verweht“ hieß es dann am Montagmorgen am Konzener Sportpark am Windrad beim Derby der Zweitvertretung des TV Konzen gegen den SV Kalterherberg. Leider ließen der böige Wind und der peitschende Regen kein gutes Spiel zu. Beide Mannschaften zeigten sich zwar sehr bemüht, jedoch wurde so manch gut gemeinte Idee vom Wind zerstört.

Den besseren Start erwischten die Kalterherberger, die nicht unverdient nach einem Abwehrfehler in der 26. Minute durch Michael Theißen in Führung gingen. Nur vier Minuten später zirkelte Dominik Huppertz mit Hilfe des Windes eine Ecke direkt ins Tor der Gäste. In der zweiten Halbzeit verlief die Begegnung ausgeglichen, wobei die Gäste noch die besseren Tormöglichkeiten hatten. Deren beste Möglichkeit vergab Tobias Jakobs schon ziemlich großzügig.

„Weil wir ein Chancenplus hatten, ist das ein unglückliches Ergebnis für uns. Punktemäßig hat das Unentschieden uns nicht nach vorne gebracht. Die Leistung der Mannschaft spricht aber für die gute Moral“, war SVK-Trainer Achim Sarlette mit der Leidenschaft und der Einsatzbereitschaft seines Teams zufrieden, aber nicht mit dem Ergebnis.

Konzens Trainer Reimund Scheffen bestätigte die Einschätzung des Kalterherberger Trainers. „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht im Spiel und sind etwas glücklich zum Ausgleich gekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir gegen den Wind deutlich besser gespielt, aber zu selten sind wir zu nennenswerten Möglichkeiten gekommen. Das Unentschieden ist etwas schmeichelhaft für uns.“

Roetgen II und Mützenich 0:1

Nach der unerwarteten 0:1-Niederlage gegen die abstiegsbedrohte Zweite des SV Eilendorf war die Enttäuschung beim FC Roetgen II am Montagmorgen schon groß. In der ersten Halbzeit spielten die Roetgener gegen den Wind und hatten damit ihre Probleme. In der zweiten Halbzeit kamen die Hausherren zwar besser zur Geltung, jedoch mussten sie den 0:1-Rückstand hinnehmen.

Danach gab es an der Roetgener Hauptstraße zwar nur noch Einbahnstraßenfußball zu sehen, allerdings konnten die Schwarz-Roten sich trotz aller Überlegenheit keine nennenswerten Möglichkeiten erspielen. „Wir waren in der Offensive zu halbherzig und haben letztendlich verdient verloren. In der Tabelle fallen wir zwar nicht tiefer, aber nach ganz oben brauchen wir jetzt auch nicht mehr zu gucken“, gab FC-Trainer Erich Bonkowski auch im Hinblick auf die anstehenden schweren Spiele zu, dass der Zug nach ganz oben vorläufig ohne die Schwarz-Roten abgefahren ist.

Auch für den TuS Mützenich gab es auf eigenem Gelände eine 0:1-Niederlage gegen den favorisierten Tabellenzweiten VfL Vichttal II. Der kam nach einer halben Stunde nach einer Standardsituation zum spielentscheidenden Treffer. Mützenichs Trainer Stefan Carl hatte seine Mannschaft etwas anders ausgerichtet als zuletzt in Roetgen, jedoch konnte sie sich auch mit der offensiveren Variante nur wenige zwingende Tormöglichkeiten erarbeiten. „Es ist uns zwar meistens gut gelungen, den starken Gegner von unserem Tor wegzuhalten, aber nach vorne fehlte uns die Durchschlagskraft“, monierte der Coach.

Arbeitssieg für die SG

In der Dürener Kreisliga B3 blieb Tabellenführer SG Vossenack-Hürtgen durch einen knappen 1:0-Erfolg bei der SG Nordeifel auf der Erfolgsspur. „Das war ein richtiger Arbeitssieg. Wir haben es aber in der ersten Halbzeit versäumt das 2:0 nachzulegen. In der zweiten Halbzeit hat sich unser Gegner in der Defensive gesteigert und hat keine Chancen mehr zugelassen“, sagte SG Trainer Nils Degenhardt, der aber auch mit dem knappen Sieg gut leben konnte. Niklas Krumpen hatte nach einer Viertelstunde den Siegtreffer erzielt.

„Wir waren heute mit dem letzten Aufgebot unterwegs“, hatte der Trainer der Zweiten des TuS Schmidt vor der Abreise zum Kellerduell bei Jugendsport Wenau III erneut seine personellen Sorgen. Beim Abstiegsendspiel in Wenau blieb die Einwechselbank der Schmidter leer. Aber trotz der Personalknappheit war der Trainer nach dem 2:2 zufrieden. „Wir haben gut gekämpft und uns den Punkt verdient“.

Frühzeitig hatte Christoph Deuster den TuS in Führung gebracht, aber die Gastgeber kamen noch in der ersten Halbzeit zum Ausgleich. In der 60. Minute wurde die Partie wegen eines Unwetters über Wenau für eine halbe Stunde unterbrochen. „Da wir meistens nach einer Stunde Konditionsprobleme haben, hat die Unterbrechung uns gut getan“, gab der Spielertrainer zu. Sven Meyer besorgte durch einen verwandelten Strafstoß die erneute Führung, die hielt leider aber nicht bis zum Abpfiff.

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