Sperrung und neue Flächen für Wohnmobile in Rurberg

Von: hes
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Am Antoniushof soll der bestehende Wohnmobilparkplatz erweitert werden – zunächst aber müssen die Reisemobilisten sich mit einer Ausweichfläche am anderen Ende von Rurberg zufrieden geben. Foto: P. Stollenwerk

Rurberg. Immer mehr Gäste im Rurtal bringen ihre Unterkunft auf Rädern mit: Der Wohnmobil-Tourismus „brummt“, so wie in vielen touristischen Regionen Europas, auch rund um den Rursee. Dies stellt die Kommunen, in diesem Falle die Gemeinde Simmerath, vor neue Herausforderungen.

Denn die meist sperrigen Fahrzeuge fordern ihren (Stell-) Platz ein, und längst nicht jeder normale Parkplatz oder -streifen ist dafür geeignet.

Dem Simmerather Tiefbauausschuss lag deshalb nun ein Doppelbeschluss vor, der einerseits beliebte Wohnmobilflächen künftig sperrt, andererseits eine Alternative bietet. Rurbergs Ortsvorsteher Heiner Jansen und Ratsfrau Ulla Harth hatten das Thema schon im vergangenen Jahr aufgegriffen und beantragt, die Zufahrten zum Parkplatz „In den Brüchen“ eingangs des Rurseezentrums für größere Reisemobile zu sperren. Diesem Antrag kam der Ausschuss nach, mit Höhenbegrenzungssperren soll künftig ein Einfahren der ganz großen „Brummer“ verhindert werden.

Zwei solcher Sperren kosten 1000 Euro, und sie sind für Mäh- und Unterhaltungsmaßnahmen auch herausnehmbar. Errichtet wird die Höhenbegrenzung aber erst, wenn Ersatz geschaffen ist. Und dieser soll fast am anderen Ende von Rurberg geschaffen werden: Der Parkstreifen „In den Höfen“ ist derzeit widmungsrechtlich nur Pkw‘s vorbehalten und entsprechend ausgeschildert. Für die Dauer von zunächst zwei jahren sollen 100 der insgesamt 170 laufenden Meter Parkstreifen künftig Reisemobilen zugänglich gemacht werden. Die „Nutzungsfrequenz dieses Parkstreifens durch Autos ist als schwach zu bezeichnen, was eine teilweise Umnutzung für Reisemobile vertretbar macht“, so die Verwaltung.

Nachteilig an der Örtlichkeit seien zwar die Entfernung zur Ortsmitte bzw. zum Rurseezentrum, der nicht hochwertige Ausbau des Streifens und der fehlende Satellitenempfang (Nordausrichtung), dafür sprächen aber die ruhige Umgebung sowie Lage direkt am See und somit der Blick auf das Gewässer für den Streifen, der je nach Platzbedarf sechs bis acht Wohnmobile „beherbergen“ wird.

Wer sein Wohnmobil „In den Höfen“ abstellt, muss dafür acht Euro je angefangene 24 Stunden bezahlen. Der Parkautomat in diesem Bereich wird entsprechend umgestellt, ebenso die Beschilderung, die auf die neue Möglichkeit hinweist.

Mit den neuen Wohnmobil-Parkflächen in Rurberg werde, räumte auch die Verwaltung ein, die Unterversorgung mit Wohnmobilplätzen am Rursee nicht behoben. Und damit sei auch weiterhin mit „wildem Parken“ von Wohnmobilen zu rechnen. „Deshalb beabsichtigen wir ja bekanntlich, den bestehenden Wohnmobilparkplatz am Antoniushof zu vergrößern“, erläuterte Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns. Die entsprechenden Mittel seien im Haushalt vermerkt, „wir warten auf den Förderbescheid“, so Hermanns.

Teil des Beschlusses ist es auch, in zwei Jahren eine Bilanz der Nutzung des Ausweichplatzes „In den Höfen“ zu ziehen.

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