Spenden an Kinder aus Tansania angekommen

Von: aj
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Ein Geschenk aus Deutschland: Die Albino-Kinder in Kabanga freuten sich über ein bunt bemaltes Tuch von den Grundschülern aus Imgenbroich und Konzen.
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Konzen zu Besuch in Tansania: Martin Krings (l.), Vorsitzender des Fördervereins, überreichte Bruder Theo Call nicht nur eine Spende der Rohrener Kommunionkinder, sondern auch ein Erinnerungsfoto.

Konzen/Tansania. Mit neuen Geschichten, tollen Fotos und ganz vielen Grüßen von Bruder Theo Call an alle Spender und Unterstützer sind Elke und Martin Krings vom Förderverein „Bruder Theo Call – Weißer Vater der Afrika Missionare“ jetzt aus Kabanga in Tansania zurückgekehrt.

Dort hatten sie dem Missionar einen Besuch in seiner „neuen“ Heimat abgestattet. Doch so neu ist diese gar nicht mehr, denn der gelernte Schmied und Schlosser aus Konzen lebt bereits seit 49 Jahren in der Missionsstation und hilft den Menschen in der Region dabei, eine Infrastruktur aufzubauen.

In Kabanga ist ihm das schon gut gelungen, so dass er sich vor zwei Jahren an ein neues Großprojekt im 70 Kilometer entfernten Iterambogo gewagt hat. Dort steht das bischöfliche Knabenseminar St. Josef, in dem zurzeit 250 junge Männer unterrichtet werden.

Der „Weiße Vater“ und seine Arbeiter bauen einen 600 Meter langen, mit der Hand ausgehobenen Kanal, der Wasser von einem Bach zu einer Turbine leiten soll, die Strom erzeugt. Nach diesem Ausbau wird die Schule erweitert, so dass sogar eine höhere Ausbildung, vergleichbar mit der Sekundarstufe II des deutschen Schulsystems, angeboten werden kann.

Die Wasserversorgung des Seminars zum Kochen, Putzen und Waschen war in den letzten 15 Jahren durch einen „Widder“ gesichert. Doch in diesem Jahr ist der hydraulische Stoßheber, der ohne Fremdenergie Wasser aus dem Bach zum Bedarfsort pumpte, kaputtgegangen. Eine neue Lösung musste her, damit die Strecke, die vergleichbar mit dem Weg vom Grünental bis nach Imgenbroich ist, überwunden werden konnte.

Eine Idee von Bruder Theo ließ nicht lange auf sich warten: Bei der Lieferung der Turbine aus Deutschland war ebenfalls ein sehr gut erhaltener Generator als Geschenk dabei. Also musste nur noch eine neue Pumpe besorgt werden, die jetzt einmal am Tag, vom Generator angetrieben, 2000 Liter Wasser in einen großen Tank am Seminar pumpt.

Aber das Ehepaar Krings bestaunte nicht nur die deutlichen Fortschritte in Iterambogo, es hatte auch Geschenke aus Deutschland dabei. Die Kommunionkinder aus Rohren hatten 600 Euro gesammelt und für die Projekte von Bruder Theo gespendet. Als kleine Erinnerung bekam der Missionar ein Foto der Kinder überreicht. Und auch die Grundschule Konzen-Imgenbroich ließ sich etwas einfallen.

Die Grundschüler fotografierten Motive aus der Natur, und Weiss Druck druckte die schönsten Bilder als Postkarten, die dann verkauft wurden. Damit nahmen sie ebenfalls über 600 Euro ein, die den Albino-Kindern zugutekommen sollen. Außerdem bemalten sie ein großes Tuch mit ihren Namen, das Elke und Martin Krings für die Kinder mitnahmen.

Albinos sind Menschen mit einem angeborenen Gendefekt, ihre Haut ist ganz hell. Leider haben sie in ihrer Heimat ein schweres Schicksal, denn ihre Haut gilt als Glückbringer, so dass sie ermordet und verstümmelt werden. Bruder Theo hat ein Heim für die Albino-Kinder gebaut, in dem sie hinter hohen Mauern relativ sicher aufwachsen können, denn in den Dörfern bei ihren Familien wären ihre Überlebenschancen sehr gering.

Über die Projekte von Bruder Theo, besonders über die Entwicklung in Iterambogo und ihre Reise nach Kabanga berichten Elke und Martin Krings ausführlich auf der Mitgliederversammlung des Fördervereins am Donnerstag, 1. Dezember, um 18.30 Uhr im Saal der Gaststätte „Achim & Elke“, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

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