Nordeifel - Speisereste sind ein gefundenes Fressen für Ratten

Speisereste sind ein gefundenes Fressen für Ratten

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So besser nicht: Speisereste locken Ratten an, und gehören deshalb nicht in den Schnellkomposter. Foto: Hoffmann

Nordeifel. Ratten verbreiten Angst und Schrecken, da sie nicht nur Fraß- und Vorratsschäden verursachen sondern auch gefährliche Krankheiten übertragen können. Darauf weist jetzt Michael Uhr von der AWA Entsorgung GmbH hin.

Deshalb würden Ratten im öffentlichen Raum durch Fachfirmen energisch bekämpft, wie zurzeit auch in Roetgen entlang des Vennbahnradwegs. Hier hat Mitte Juni ein Kammerjäger im Auftrag der Gemeinde Roetgen entlang des Vennbahnradweges im Bereich Offermannstraße bis zur Bundesstraße Rattenköder ausgelegt, weil die Tiere dort in den vergangenen Wochen verstärkt aufgetreten sind. Nach Informationen des Ordnungsamtes soll von den Ködern keine Gefahr für Haustiere und Kinder ausgehen, weil die Köder in einer verschlossenen Kunststoffbox ausgelegt werden, die sich nur mit einem Schlüssel oder Gewalt öffnen lässt. Auf den Boxen befinden sich zusätzlich Warnhinweise. Die Köderboxen werden regelmäßig kontrolliert, um Rückschlüsse auf die Größe der Population ziehen zu können.

Wanderratten unterwegs

Aber auch Privatgärten können durch Ratten „heimgesucht“ werden, erläutert die AWA. Wenn im Garten zum Beispiel vermehrt Erdlöcher auftreten, deren Ränder klebrig sind, handelt es sich bei den Bewohnern mit großer Wahrscheinlichkeit um Wanderratten. Diese Rattenart nistet bevorzugt im Außenbereich. Oberirdisch sind Wanderratten in Hausgärten in der Nähe von oder auf Komposthaufen und in Schnellkompostern zu beobachten, denn diese bieten den Tieren Nahrung und Unterschlupf.

Um Ratten im Garten effektiv zu bekämpfen, müssen zunächst ihre Nahrungsquellen entfernt werden. Ratten werden durch (Essens)-Gerüche unwiderstehlich angelockt. Insbesondere wenn Speisereste auf dem Komposthaufen oder im Schnellkomposter entsorgt werden, besteht die Gefahr, dass sich Ratten im Garten ansiedeln. Deshalb gehören zubereitete rohe oder gekochte Speisereste nicht auf den Kompost, sondern stattdessen in die Biotonne. In reichlich Zeitungspapier eingewickelt, verströmen alle Bioabfälle zusätzlich weniger Gerüche.

Was Vögeln, Hühnern, Hunden, Katzen, Meerschweinchen und Kaninchen schmeckt, mögen auch Ratten, deshalb sollte man im Garten keine Futterreste offen stehen lassen und das Tierfutter selbst in fest verschließbaren Behältern und in verschlossenen Räumen lagern.

Verpackungen von Lebensmitteln sollten immer Rest entleert und ohne Speisereste in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne gegeben werden, denn auch diese Reste locken Ratten an. Leider stellen Plastik-Säcke für hungrige Ratten kein ernsthaftes Hindernis dar. Man lagert sie deshalb am besten ebenfalls in geschlossenen Räumen und stellt sie erst am Tag der Abholung an den Straßenrand.

Weitere Informationen zum Umgang mit Abfällen sind bei der Abfallberatung der AWA Entsorgung GmbH erhältlich, Telefon: 02403/8766-353.

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