Kalterherberg - Spedition Hermanns & Kreutz möchte am Standort festhalten

Spedition Hermanns & Kreutz möchte am Standort festhalten

Von: P. St.
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Auf der Straße zuhause: Bernd Kreutz (Mitte), Geschäftsführer der Kalterherberger Spedition Hermanns & Kreutz, geht mit seinen Mitarbeitern gut gelaunt und höchst optimistisch ins neue Jahr. Foto: P. Stollenwerk

Kalterherberg. Das seit 25 Jahren in Kalterherberg ansässige Unternehmen Hermanns & Kreutz verfügt über ein ganz besonderes Alleinstellungsmerkmal: Wo gibt es dass, dass eine Firma mit rund 300 Beschäftigen im Dorf existiert und man das Unternehmensgelände nur über eine schmale Ortsstraße erreicht?

Wenn man nun auch noch weiß, dass es sich bei diesem Unternehmen um eine Spedition mit nahezu 150 Aufliegern handelt, die quer durch Europa unterwegs sind, dann liegt es auf der Hand, dass es Reibungspunkte gibt.

Doch für Geschäftsführer Bernd Kreutz (46), der vor einigen Jahren noch Tendenzen zu einer möglichen Standort-Verlagerung zeigte, steht inzwischen fest, „dass der Standort Kalterherberg für die nächsten Jahre festgeschrieben ist.“ Der Unternehmensgründer und „Spediteur aus Leidenschaft“ (Bernd Kreutz über sich selbst) ist überzeugt davon, dass der jetzige Standort untrennbar mit der Unternehmensphilosophie aber auch mit dem wirtschaftlichen Erfolg verbunden ist: „Hermanns & Kreutz gehört zu Kalterherberg, und Kalterherberg gehört zu Hermanns & Kreutz“, sagte der immer positiv denkende Unternehmer, der in diesem Zusammenhang auch gerne den SPD-Politiker und derzeitigen EU-Ratspräsidenten Martin Schulz zitiert, der einmal meinte, dass Monschau-Kalterherberg sicherlich nicht der der günstigste, wohl der schönste Speditions-Standort sei.

Die Standort-Festlegung für Kalterherberg, wo 220 der insgesamt 300 Mitarbeiter der Spedition beschäftigt sind, sieht man in Teilen der Bevölkerung allerdings mit gemischten Gefühlen. In Zusammenhang mit der Änderung des Bebauungsplans, die Voraussetzung für den Ausbau des Logistik- und Lagerbereiches ist, wurde wieder vereinzelt Kritik aus der Bevölkerung, insbesondere von Anwohnern laut.

Durch das Nadelöhr Arnoldystraße müssen zwangsläufig alle Lkw‘s, die das Betriebsgelände verlassen bzw. ansteuern. Bernd Kreutz weiß um die seit Jahren bestehende Brisanz des Themas und räumt auch ein, „dass die Bevölkerung einiges aushalten muss“, aber eine Lösung hat er auch nicht parat. Die Kritik könne er verstehen und nehme sie auch „sehr ernst“, andererseits seien die Vielzahl von ortsnahen Arbeitsplätzen sowie die Stärkung der Infrastruktur des Ortes mit seinen zurückgehenden Einwohnerzahlen auch gewichtige Argumente.

Nicht zuletzt gibt es inzwischen eine sehr gute Kooperation zwischen dem zweitgrößten Arbeitgeber der Stadt Monschau und dem größten Arbeitgeber, der Firma Weiss Druck in Imgenbroich. In diesem Falle ist Kalterherberg ein echter Standortvorteil.

Wohl nur am Standort Kalterherberg, ist Bernd Kreutz überzeugt, lasse sich das für die Firma so wichtige „Wir-Gefühl“ erhalten. Hier stehe der Mensch im Vordergrund. Man wolle nicht auf der „Billigschiene“ fahren, sondern halte es für wichtiger, „dass unsere Fahrer am Wochenende frei haben, auch wenn das ein wenig mehr kostet“.

Eine Lösung für die Entlastung der Anlieger kann Bernd Kreutz auch nicht aus dem Hut zaubern, auch wenn er seine Fahrer eindringlich darauf hingewiesen hat, in der Arnoldystraße nicht schneller als Tempo zu fahren. Echte Entlastung könne aber nur über ein neue Zuwegung zum Betriebsgelände in der Kuhlengasse erzielt werden, wobei der Unternehmer hier die Stadt Monschau in der Verantwortung sieht, Lösungsvorschläge zur Diskussion zu stellen.

Mehr Fahrzeugaufkommen ist in Kalterherberg nicht zu erwarten, da im Zuge einer Umstrukturierung das Frachtgeschäft in den Niederlassungen Berlin, München, Chemnitz und Hockenheim verstärkt werden soll, während in Kalterherberg die Lagerhaltung ausgebaut wird. Ausgebaut wird in Kalterherberg auch das Angebot der beruflichen Weiterbildung (s. Box) wie auch die Fahrschule, die sich treffenderweise „Kreutz & Quer“ nennt. Für das neue Geschäftsjahr 2013 ist Bernd Kreutz höchst optimistisch gestimmt, auch weil es mit den wichtigsten Kunden (Arcelormittal, Kabelwerk Eupen Bonduelle, Weiss-Druck und Arla-Food) langfristige Verträge gibt. Kreutz: „Ich bin selten so optimistisch in ein neues Jahr gegangen.“

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