Düsseldorf/Nordeifel - SPD will beim Waldverkauf namentliche Abstimmung

SPD will beim Waldverkauf namentliche Abstimmung

Von: dpa
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Düsseldorf/Nordeifel. SPD und Grüne wollen im Landtag eine namentliche Abstimmung zum umstrittenen Staatswaldverkauf in der Eifel.

In der CDU gebe es mindestens vier Abgeordnete, die einen Verkauf ablehnten, sagte die umweltpolitische Sprecherin der SPD, Svenja Schulze am Montag.

Die Abgeordneten sollten öffentlich Farbe bekennen. „Es geht nicht, dass die vor Ort sagen, wir wollen das nicht, und im Landtag zustimmen”, sagte Schulze.

Das Land will gegen den massiven Widerstand der Region rund 3000 Hektar Eifelwald im Kreis Euskirchen an die private Familienstiftung Bofrost verkaufen.

Mit dem Verkaufserlös sollen Haushaltslöcher gestopft werden. Grundlage des Oppositions-Antrags sei eine persönliche Erklärung des CDU-Abgeordneten Clemens Pick aus Euskirchen.

Darin habe er seine Befürchtungen geäußert, dass durch den Waldverkauf Nachteile in Natur- und Artenschutz, Fremdenverkehr und Tourismus entstünden. Über den Antrag soll der Landtag diesen Mittwoch abstimmen.

Der Naturschutzbund (NABU) warf der Landesregierung vor, sich schon vor der öffentlichen Ausschreibung auf Bofrost festgelegt zu haben.

„Seit 2008 lief alles auf Bofrost zu”, sagte der Vorsitzende des NABU/NRW, Josef Tumbrinck. Die gemeinnützige Victor F. Rolff- Stiftung, die von den Umweltverbänden als Käufer favorisiert wird, habe von Anfang an keine Chance gehabt.

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