SPD vermisst Finanzierungskonzept für Sportzentrum

Von: P. St.
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„Verwundert“ über konkrete Informationen zum geplanten Kesternicher Sportzentrum im „TSV-Echo“: SPD-Fraktionsvorsitzender Gregor Harzheim. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Mit der Idee eines neuen Sport- und Kulturzentrums in Kesternich auf der Höhe können sich auch die Simmerather Sozialdemokraten durchaus anfreunden, aber der Weg dorthin verläuft aus der Sicht des SPD-Fraktionsvorsitzenden Gregor Harzheim derzeit nicht transparent genug.

Bei der Mitgliederversammlung des Ortsvereins Gemeinde Simmerath in der „Hochburg Lammersdorf“ zitierte Harzheim Passagen aus dem aktuellen Vereinsinfoheft des TSV Kesternich („TSV-Echo“) und wunderte sich, dass hier in Zusammenhang mit der Präsentation der „imposanten Planung“ bereits konkrete Termine genannt würden, wie beispielsweise der Baubeginn für den Kunstrasenplatz (Ende 2016) .

„Noch ist nichts beschlossen“, stellte Harzheim zur Sachlage klar und bemängelte gleichzeitig Defizite bei der Kommunikation mit der Verwaltung. Es seien noch viele Fragen offen, und vor allem bedürfe es eines „gesicherten Finanzierungskonzeptes“.

Die Planung insgesamt bewerte man positiv, aber man wolle keine Salami-Taktik bei der Finanzierung. Auch müsse man berücksichtigen, dass es Widerstand aus anderen Orten, z. B. Steckenborn und Strauch gebe, die durch die zentrale Anlage nun um den Fortbestand ihrer eigenen Sportstätten fürchteten.

Daher habe die SPD auch eine Sondersitzung des Fachausschusses beantragt. Selbst wenn der Bürgermeister diesem Wunsch zugestimmt habe, bezeichnete Harzheim den Stil des Bürgermeister als „zunehmend fragwürdiger“. Er vermisse die „Transparenz in den politischen Entscheidungsprozessen vor Ort“. Eine Folge davon sei, so der SPD-Fraktionsvorsitzende, „dass auch das Arbeitsklima im Gemeinderat frostiger geworden ist“. Harzheim forderte den Verwaltungschef auf, „offen mit allen demokratisch gewählten Volksvertretern zu kommunizieren“.

Abschließend wünschte sich Gregor Harzheim auch, dass der Bürgermeister den „politischen Kleinkrieg“ gegen bestimmte Vertreter der SPD endlich einstellen und wieder zu Fairness und Respekt zurückkehren möge.

Als Betroffener in dieser Angelegenheit sah sich der Rollesbroicher SPD-Ortsvorsteher Marc Topp, der feststellte, dass ja allgemein bekannt sei, dass er und der Bürgermeister „nicht die größten Freunde“ seien. Das Problem der CDU Rollesbroich, als deren „Rädelsführer“ er den Bürgermeister bezeichnete, sei es, „dass sie seit zwölf Jahren im Ort nicht mehr wahrgenommen wird“. Die örtlichen Christdemokraten sollten sich besser auf sich selbst konzentrieren. Die Bevölkerung werde sich wohl ihr eigenes Bild machen.

Aktuelles aus dem Städteregionstag hatte Janine Köster aus Roetgen mitgebracht, die die Eifeler SPD in diesem Gremium vertritt. Mit Blick auf die Gemeinde Simmerath berichtete sie über die laufende energetische Sanierung der Gebäude auf dem Jugendzeltplatz Tiefenbachtal.

Die Bedarfsplanung der Städteregion für die Kindergartenplätze im Gemeindegebiet werde derzeit fortgeschrieben. Es ergebe sich demnach für das kommende Kindergartenjahr ein wachsender Bedarf für die U3-Betreuung. Im Neubaugebiet Simmerath-Lohmühlenstraße werde in Kürze eine neue Kindertagesstätte der Städteregion eröffnet.

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