SPD und FDP zählen in der Eifel zu den Gewinnern

Von: P. St.
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Auch viele Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung waren in die Ermittlung des Wahlergebnisses eingebunden. Allein 1109 Briefwahl-Strimmen mussten ausgezählt werden. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Deutliche Verluste bei der CDU in der Eifel, die sogar über dem Bundesdurchschnitt liegen und Zugewinne bei der SPD, was ebenfalls dem Trend entgegenläuft: So stellt sich das Ergebnis der Europawahl in der Eifel dar.

Der große Gewinner ist auch in den drei Südkreiskommunen die FDP und die Grünen stabilisieren ihre Position.

In Simmerath baute die CDU um 10,2 Prozent ab, in Roetgen lagen die Verluste bei 11,6 Prozent und in Monschau gab es gar einen Absturz in Höhe 13,3 Prozent.

Über die 50 Prozent-Marke

Dass die CDU nicht mehr ihr riesiges Ergebnis von 2004 würde wiederholen können, war klar, denn die zurückliegende Wahl ist schließlich noch als Anti-Schröder-Wahl in Erinnerung.

Wenn aber die CDU in Simmerath und Monschau unter die 50 Prozent-Marke fällt und damit wohl zwei Drittel-Mehrheiten in weite Ferne gerückt sind, dann stellt sich leichte Alarmstimmung ein, denn damit ist eine magische Marke geknackt worden.

Und für CDU-Ansprüche in der Eifel schwache Ergebnis (wie 33,7 in Imgenbroich oder nur 31,4 Prozent in Paustenbach lassen erkennen, dass die Region nicht so ganz fest in CDU-Hand ist. Tröstlich bleibt für die nach wie unangefochten stärkste Partei aber, dass sie mit den Ergebnissen der Europawahl in Simmerath und Monschau alle Wahlbezirke und in Roetgen bis auf eine Ausnahme alle Wahlbezirke direkt gewonnen hätte. Über 60 Prozent liegen lediglich Rohren, Dedenborn und Einruhr.

Was das absolut enttäuschenden Abschneiden der SPD auf Bundesebene betrifft, ist Roetgen eine rühmliche Ausnahme. Hier haben die Sozialdemokraten kleinen Grund die Köpfe hangen zu lassen, denn eine Steigerung um 6,2 Prozent bedeutet den höchsten Zugewinn in der Region Aachen, Heinsberg und Düren, wie die Sozialdemokraten ja allgemeine leicht zulegten. Das höchste Einzelergebnis erzielte CDU innerhalb der drei Südkreiskommunen übrigens in mit 66,7 Prozent in Widdau.

Ihr höchstes Ergebnis erzielte die SPD in der Eifel in einem Roetgener Bezirk mit 33,8 Prozent. Über 30 Prozent erzielt die SPD auch noch in weiteren Roetgener Bezirke, ansonsten gelingt dies nur noch in Lammersdorf-Südwest.

Die FDP erzielt ihr bestes Eifel-Ergebnis in Simmerath mit 12,7 Prozent, aber auch in den beiden Nachbarkommunen schneidet man locker zweistellig ab. Ihr höchstes Eifelergebnis erzielt die FDP übrigens in Hammer mit 25 Prozent. Da reichten genau sieben Stimmen für dieses fantastische Ergebnis.

Die Grünen sind am wenigsten von den Schwankungen berührt. Trotz knapp drei Prozent Verlust sind sie mit mit 17,3 Prozent in Roetgen nach wie vor eine mit bestimmende Kraft, und mit 33,8 Prozent erzielten sie in einem Roetgener Bezirk das höchstes Ergebnis innerhalb der der Eifelkommunen.
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