Roetgen - SPD Roetgen: Vorsitzender macht sich noch nicht „vom Acker“

SPD Roetgen: Vorsitzender macht sich noch nicht „vom Acker“

Von: Helga Giesen
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Der geschäftsführende Vorstand des Roetgener SPD-Ortsvereins mit Schriftführer Karsten Knoth, Mario Johnen (Öffentlichkeitsarbeit), Kassierer Klaus Onasch, dem Vorsitzenden Helmut Mulorz und seiner Stellvertreterin Janine Köster sowie Bürgermeisterkandidat Jorma Klauss und MdL Stefan Kämmerling (v. li.). Foto: H. Giesen

Roetgen. Die Roetgener SPD hatte ihre Mitglieder aus den drei Ortsteilen zur Jahreshauptversammlung in den Eifelkeller der Roetgen Therme eingeladen. Im Mittelpunkt standen neben den Neuwahlen des Vorstandes auch Berichte zu aktuellen politischen Themen aus der Kommunal- und Städteregionspolitik sowie aus Bund und Land.

Dazu konnte Vorsitzender Helmut Mulorz auch den Unterbezirksvorsitzenden Martin Peters, den Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling sowie vom Vorstand des Monschauer Ortsvereins den neuen Vorsitzenden Georg Alt und Beisitzer Thomas Kastenholz begrüßen.

Helmut Mulorz blickte in seinem Geschäftsbericht insbesondere zurück auf die Kommunal- und Städteregionswahlen 2014, nach denen sich Rat und Fraktionen neu konstituieren mussten. Mit Janine Köster stellen die Roetgener Sozialdemokraten auch ein Mitglied im Städteregionstag. Im Oktober 2014 stellte der Ortsverein dann die Weichen für die Bürgermeisterwahl am 13. September und stellte Jorma Klauss als Kandidaten aus den eigenen Reihen für die Nachfolge von Manfred Eis vor. Martin Peters begrüßte diese Entscheidung und betonte, dass mit Jorma Klauss der richtige Bewerber mit Herz, Verstand und Kompetenz antritt. Anlässlich der Bürgermeisterwahlen werde der Unterbezirksparteitag im Juni in Roetgen abgehalten, kündigte er an. Es sei selten, dass ein verwaltungs- und wirtschaftserfahrener Kandidat aus dem Ort gefunden werden könne, dies sei in Jorma Klauss vereint, würdigte auch Stefan Kämmerling die Nominierung des 40-Jährigen.

Die zahlreichen Aktivitäten zur Kommunalwahl hatten sich auch in der Kasse des Ortsvereins niedergeschlagen, wie dem Bericht von Kassierer Klaus Onasch zu entnehmen war. Dennoch sei man auch für die jetzt anstehende Unterstützung von Jorma Klauss finanziell gut aufgestellt, erklärte er.

Die Revisoren Judith Giersberg und Petra Knur spendeten dem Kassierer großes Lob für seine ausgezeichnete Kassenführung. Als Versammlungsleiter unterstrich Martin Peters die hervorragende Arbeit des Gesamtvorstands, die die Versammlung durch die einstimmige Entlastung bestätigte.

Mit ebenfalls einstimmigen Ergebnissen liefen auch die turnusmäßigen Neuwahlen ab. Vorsitzender Helmut Mulorz erinnerte an seine erste Wahl im Oktober 2010. Damals sei es sein Hauptziel gewesen, einen Generationswechsel im Parteivorstand und in der Fraktion einzuleiten. Dies sei inzwischen auf einem guten Weg. Nachdem nun nach dem Wahlmarathon der letzten Jahre ruhigere Phasen bevorstehen, sei es vielleicht eine günstige Gelegenheit, auch an der Parteispitze einen Wechsel vorzunehmen, wie ihn auch die Monschauer Genossinnen und Genossen vor drei Wochen vollzogen haben, erklärte er. Angesichts der in Roetgen noch bevorstehenden Bürgermeisterwahlen wolle er sich jedoch nicht jetzt „vom Acker machen“, sondern den Kandidaten Jorma Klauss bestmöglich unterstützen und deshalb noch einmal kandidieren, jedoch nur für ein Jahr. Ein junges Mitglied habe dann Interesse an einer Nachfolge, freute er sich.

Der neue Vorstand des SPD-Ortsvereins setzt sich wie folgt zusammen: Vorsitzender Helmut Mulorz, stellvertretende Vorsitzende Janine Köster, Schriftführer Karsten Knoth, Kassierer Klaus Onasch, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit Mario Johnen. Beisitzer sind Rainer Axer, Willi Axer, David Giersberg, Jorma Klauss, Frank Knur und Heinz-Peter Straeten. Leider seien nicht mehr Frauen zu einer Kandidatur bereit gewesen, bedauerte der alte und neue Vorsitzende.

Zu Revisoren wurden Petra Knur und Daniel Köster gewählt. Auf dem Unterbezirksparteitag werden als Delegierte Mario Johnen und Jorma Klauss die Roetgener Genossinnen und Genossen vertreten.

Die Berichte zu den aktuellen politischen Themen legten Martin Peters, Stefan Kämmerling und Klaus Onasch vor. Zum Abschluss der Versammlung machte Willi Axer seinem Herzen Luft. Er haderte mit seiner Partei, weil nur wenige Genossen in Berlin den Mut gehabt hatten, „nein“ zur Maut zu sagen. Er sorgte sich um die Wirkung auf die belgischen und holländischen Nachbarn, und auch Stefan Kämmerling sah in der Entscheidung ein fatales Signal für ein Europa ohne Grenzen.

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