SPD Roetgen sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt

Von: heg
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Grund zur Freude hatte Ortsvereins-Vorsitzender Helmut Mulorz (rechts) auf der Mitgliederversammlung der Roetgener SPD: Neben dem amtierenden Bürgermeister Jorma Klauss (links) wurden von den Genossinnen und Genossen „Bürgermeister a. D.“ Manfred Eis und Jubilar Hans-Günter Kreiten gefeiert. Foto: Helga Giesen

Roetgen. Zwei Bürgermeister standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung der Roetgener Sozialdemokraten in Rott. Zum einem stand mit dem amtierenden Bürgermeister Jorma Klauss die Zukunft im Fokus, zum anderen wurden die Verdienste seines Vorgängers Manfred Eis als „Bürgermeister a. D.“ gewürdigt.

Kurz ließ der Vorsitzende Helmut Mulorz sodann noch einmal die Stationen bis zur erfolgreichen Wahl von Jorma Klauss zum neuen Bürgermeister Revue passieren. Bereits im Oktober 2014 sei er von seiner Partei nominiert und im Januar 2015 auch als Kandidat gewählt worden.

Dass der Rückzug von Manfred Eis in Roetgen als Zäsur gesehen worden sei, die auch die anderen Parteien für sich nutzen wollten, zeige die Tatsache, dass in den nächsten Monaten noch vier weitere Bewerber angetreten seien, blickte Mulorz zurück. Dank seines engagierten Wahlkampfs und vieler Unterstützer bis hin zu Martin Schulz habe Jorma Klauss mit seinem Wahlergebnis jedoch eine gute Grundlage „für mehrere Wahlperioden“ geschaffen.

Seinen Dank für das erfolgreiche Abschneiden stattete Klauss allen Unterstützern, besonders aber „Wahlkampfmanager“ Helmut Mulorz ab. Er sei stolz darauf, dass er in einer Eifelkommune als zweiter Sozialdemokrat in Folge das Unmögliche möglich gemacht habe, erklärte der neue Bürgermeister und betonte, dass es Manfred Eis zu verdanken sei, dass die Sozialdemokratie in Roetgen anders gesehen würden.

Als eine der wichtigen Aufgaben für seine Amtszeit bezeichnete Jorma Klauss unter anderem die Schaffung eines Busverknüpfungspunktes, wobei er ungeachtet aller Schwierigkeiten das Bahnhofsgelände favorisiere.

„Damit macht man sich nirgendwo Freunde“, erklärte er zur Erweiterung des Seniorenzentrums Jennepeterstraße, die er dennoch als sehr wichtig ansehe. Eine stärkere Einbeziehung der Jugend in das politische Geschehen sowie eine intensive Zusammenarbeit mit den Vereinen nannte er als weitere Ziele.

Die Zusammenarbeit im Rat mit seinen sechs Fraktionen und einem Einzelmitglied sei nicht einfach, eine gute Kommunikation und interfraktionelle Zusammenarbeit daher unerlässlich, führte Klauss weiter aus. „Man braucht drei Fraktionen für eine Mehrheit“, machte er das Problem deutlich. Als größte Fraktion sehe er die SPD pragmatisch und zukunftsorientiert aufgestellt.

Manfred Eis wurde nicht nur für seine Verdienste als Bürgermeister gewürdigt, sondern auch für eine 35-jährige Mitgliedschaft in der Roetgener SPD geehrt. 1980 in den Ortsverein eingetreten, stellte er bereits 1984 zum ersten Mal als Kandidat bei den Kommunalwahlen.

Dass der Ortsverein zeitweise schwere Zeiten durchgemacht habe und innerparteilich zerstritten war, habe den Sozialdemokraten in Roetgen sehr geschadet, dennoch habe Manfred Eis 1999 die erste Wahl zum hauptamtlichen Bürgermeister gewinnen können. Dank seiner Kompetenz und Bürgernähe habe er das gute Ergebnis von 51 Prozent bei den folgenden Wahlen auf 57 Prozent und dann sogar auf 64 Prozent ausbauen können, blickte Mulorz zurück.

Er habe sein Amt immer überparteilich geführt, dennoch habe es eine fruchtbare Wechselbeziehung zur SPD gegeben. „Manfred Eis hat sich um Roetgen und seine Bürger verdient gemacht“, fasste Mulorz unter großem Beifall der Parteifreunde zusammen.

Für das vertrauensvolle Verhältnis während der mehrjährigen Zusammenarbeit stattete der Fraktionsvorsitzende Klaus Onasch seinen persönlichen Dank ab. Mit Hans-Günter Kreiten wurde noch ein weiteres Urgestein der Roetgener Sozialdemokratie für eine sogar 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Er sei immer ein „streitbarer Geist“ gewesen, der sich in die Partei und die Politik eingebracht habe, bescheinigte ihm Helmut Mulorz.

Er könne sich beruhigt zurücklehnen, denn er wisse die Gemeinde und auch die SPD in guten Händen, erklärte Manfred Eis mit einem herzlichen Dank an alle Weggefährten. Als Gast nahm der SPD-Fraktionsvorsitzende im Städteregionstag und Vorsitzende des Unterbezirks, Martin Peters, an der Versammlung teil. Auch er würdigte die Lebensleistung seines Parteifreundes Manfred Eis. Mit Blick auf die Attentate in Paris sprach er sich eindringlich dagegen aus, jetzt die Flüchtlingsfrage damit zu vermengen und lehnte in diesem Zusammenhang Markus Söder als neuen AKV-Ritter entschieden ab.

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