Sparensemble lässt Bühnenleben ausklingen

Von: P. St.
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Höfen. Sie gehen wie sie kamen: leise, bescheiden und unspektakulär: Das Sparensemble aus Höfen hat damit begonnen, das Ende seines Bühnenlebens einzuläuten, um sich wieder verstärkt dem Privatleben zuzuwenden.

Das Gesangs-Quartett aus Höfen verzichtet auf eine Abschiedstournee, auch auf eine „Best of”-CD, ebenso auf melancholische Töne oder gespielten Abschiedsschmerz. Es gibt nicht einmal Trennungsgerüchte oder eine Abrechnung mit den Kollegen aus der Truppe.

Die Abschiedsworte von Heino Breuer, der im Ensemble als Bauersfrau den Lachmuskeln vieler Menschen starke Schmerzen zugefügt hat, fallen da eher sachlich und realitätsbezogen aus: „Alle meinen, dass es jetzt gut ist.” Für die Gruppe sei immer klar gewesen, dass man nur so lange auf Bühne stehe, wie es allen Spaß mache. Wenn aber der Zeitpunkt erreicht sei, „dass einige sich überwinden müssen, dann hört der Spaß auf.”

13 Jahre ehrlicher Spaß

Die Kleinkünstler des Eifeler Karnevals, die seit 13 Jahren immer für unverbrauchten und ehrlichen Spaß auf der Bühne gesorgt haben, machen aber noch bisschen weiter. Die Session 2011 wird noch zu Ende gespielt, und am 5. März gehen beim familiären Karneval des Dedenborner Ortskartells für das Sparensemble endgültig die Bühnenlichter aus.

Zuvor steht aber noch das vierte Weihnachtskonzert des Sparensembles am Sonntag, 19. Dezember, um 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Michael Höfen auf dem Programm. „Eine vorweihnachtliche Stunde mit Musik und Zeit, zur Ruhe zu kommen”, soll das Programm mit einem Wechsel aus Gesang und Texten bieten.

Das Quartett, bestehend aus Heino Breuer (40), Dorothe Breuer (40), Ralf Dederichs (32) und Stefan Jansen (52), hat auch diesmal bei den Proben wieder gespürt, das man sich einer hohen musikalischen Herausforderung gestellt hat. „Da schlottern uns bei einigen Stücken schon die Knie”, erzählt Heino Breuer.

Sehr gut angekommen ist in der Vergangenheit diese musikalische Stunde in der Weihnachtszeit, auch wenn der Sprung ins ernste Fach anfangs „etwas gewöhnungsbedürfttig war,” dies allerdings weniger für Akteure selbst als vielmehr für die Zuhörer, die das Quartett zunächst ja nur als Stimmungskanonen auf den Bühnen der Karnevalszelte kannten.

Aber ob Karneval oder Christi Geburt: „Wir verfolgen immer die gleiche Richtung, und es macht uns Freude, gemeinsam aufzutreten”, erzählt das Ensemble, das nie in der Gefahr stand, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Das Sparensemble ist auch ein echter Familienbetrieb, denn ob Bruder, Schwester, Oma oder Opa: Alle helfen mit, dass die Akteure von familiären Verpflichtungen entlastet sind und sorgenfrei auf der Bühne loslegen können.

Inzwischen vier Programme

Vorgegeben wurde die Richtung vor 13 Jahren beim Kamerad-schaftsabend des Musikvereins Lyra Höfen, als das Sparensemble mit einem Sketch voll ins Schwarze traf. „Da haben wir Witze auf eigene Kosten, aber nicht auf Kosten anderer gemacht”, erklärt sich Heino Breuer die begeisterte Reaktion des Publikums. Das Sparensemble war geboren und wurde ein Selbstläufer mit inzwischen vier Programmen. Routiniert einen Auftritt abzuspulen, war nie die Art der Truppe; auch vor den anstehenden letzten Auftritten wird noch ernsthaft geprobt.

Ein bisschen Wehmut wird sich zum Start in die heiße Karnevalsphase ab 15. Januar dann doch nicht vermeiden lassen, denn eine Erkenntnis hat das Sparensemble in der Vergangenheit gewonnen: „Der Dorf-Karneval ist immer noch am schönsten.”
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