Spannende Duelle beim 12. Familienspielefest

Von: Julia Bäumler
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Viele Familien lernten am Sonn
Viele Familien lernten am Sonntag neue Gesellschaftsspiele in der Aula der Elwin-Christoffel Realschule Foto: Julia Bäumler

Monschau. Ob „Mensch ärgere dich nicht”, das neue Spiel des Jahres oder ein über 4500 Jahre altes Spiel der Ägypter - beim 12. Familienspielefest in der Elwin-Christoffel-Realschule wurde ein umfangreiches Angebot von Brettspielen den vielen Kindern, Jugendlichen, sowie deren Eltern und Großeltern zur Verfügung gestellt.

Das jährlich sehr gut angenommene Spielefest veranstaltete auch in diesem Jahr das Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung der Städteregion Aachen gemeinsam mit der Stadt Monschau.

Spaß steht an oberster Stelle

„Unser Ziel ist es, dass die jüngste Generation unter uns nicht ständig vor dem Fernseher sitzt und nur den Umgang mit modernen Medien kennt, sondern auch die Möglichkeit des Spielens wahrnimmt. Natürlich steht dabei der Spaß an oberster Stelle, aber nicht nur das.

Denn Brettspiele sind ein toller Zeitvertreib und bilden nicht zuletzt. So lernen die Kinder verschiedene Geschichten kennen, aber auch ihre Logik wird erheblich gefördert” , erzählte Ralf Pauli, zuständiger Jugendpfleger der Städteregion Aachen.

Auch eine Familie, die sogar aus Breinig kam, um gemeinsam Spiele auszuprobieren zeigte sich sichtlich begeistert: „Es ist so eine schöne Idee, solch ein Spielefest auszurichten. Wir sind zum ersten Mal hier und sind sehr begeistert. Besonders schön ist es, dass man hier ein Spiel ausprobieren kann, bevor man es für viel Geld im Geschäft kauft und es gefällt einem hinterher doch nicht.”

Spiele aus Ägypten

Deutlich länger konnte die Mutter des fünf jährigen Mädchens gar nicht erzählen, da die Tochter unbedingt weiter spielen wollte. Lachend wurde hier die Runde mit „Diego Drachenzahn” fortgeführt.

Außer der großen Spielesammlung in der Aula der Schule gab es auch noch eine „historische Spielhölle”. In dieser fanden sich die Vorläufer sämtlicher Spiele, die teilweise aus Ägypten, teilweise aus Rom, aber auch aus Europa stammten. Die vor mehreren hundert Jahren entworfenen Spiele präsentierte hier der Jugendclub des Heimatvereins Imgenbroich „Pusteblume”.

Verschiedene Spiele haben sie selbst gemacht, andere seien aber auch von Nachbildern erworben, erzählte Vera Mannartz, Leiterin des Jugendclubs. Sie freut es sehr, dass das Angebot von altertümlichen Spielen, welches im letzten Jahr eingeführt worden ist, so gut ankommt.

Als besonderes Highlight wurden hier indische Spiele thematisiert und ein indischer Gast stand den Kindern freundlich zur Hilfe um gemeinsam eine andere Kultur kennen zu lernen.

Des Weiteren gab es noch eine „Spielebaustelle” gleich im Eingangsbereich der zum Spielsaal umfunktionierten Elwin-Christoffel-Realschule. Hier konnten die Kinder selber kreativ werden und eigene Spiele erfinden und schließlich mit etwas Bastelarbeit umsetzten. Dies organisierte die Jugendeinrichtung Jugendaktiv Simmerath e.V. gemeinsam mit den Streetworkern der Nordeifel. Am Ende des Tages durften sich dann die besten Ideen auf eine kleine Prämie freuen.

Auch eine kleine Infotheke zur Suchtvorbeugung, zum Beispiel bei zu hohem Fernsehkonsum, stand den Eltern zur Verfügung, um sich ausreichend über die modernen Medien und deren Umgang, in Bezug auf ihre Kinder, zu informieren.

Während des gesamten Nachmittages standen zudem noch freundliche Mitarbeiter von Family Games und des spielpädagogischen Bereiches des Felsenweg-Instituts der Karl Kübel-Stiftung für Kind und Familie aus Dresden den Spielfreunden zur Verfügung, um ihnen bei den über 300 Spielen das lästige Lesen der Anleitungen zu ersparen.

Auch für das leibliche Wohl wurde während des gemeinsamen Spielnachmittags bestens gesorgt. Der Förderverein der Schule bot in einer Cafeteria leckere Kuchen und Getränke an.

Der Erlös kommt dem Förderverein der ECR zu Gute, um anstehende Projekte wie die Einführung eines „Mensa-Automaten”, über welchen die Essensbestellung ablaufen soll, umzusetzen, berichtete Albert Rieger, stellvertretender Schulleiter der Realschule.

Auch ECR-Schüler im Einsatz

Besonders stolz war er darüber, dass auch die Schüler der Schule das Familienspielfest unterstützen. Für jede Stunde hatten sich Kinder der jüngeren Klassen eingetragen, um zu helfen, und beim Aufbau waren manche Zehntklässler tatkräftig dabei.

Ralf Pauli dankte schließlich auch der Raiffeisenbank Simmerath, welche das Fest finanziell unterstützte. Ansonsten ließen sich leider nur wenige Sponsoren für dieses Fest finden, wie der Jugendpfleger bedauerte.

Generationsübergreifend

Dennoch spricht Ralf Pauli von einem jährlichen Erfolg des Spielefestes, bei dem meistens um die 300 Besucher erschienen.

„Unser generationsübergreifendes Projekt lässt mich die Schule nach unserem Spielefest immer wieder mit einem Lächeln verlassen. Und manchmal ist es auch ganz nett anzusehen, wie an diesem Nachmittag bei den verschiedenen Familien die Frustrationsgrenze erprobt wird, wenn der kleine Sohn seinen Vater bei einem Gesellschaftsspiel schlagen kann”, freut sich Ralf Pauli über ein wiederum gelungenes Familienspielfest.
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