Spanische Klänge machen Lust auf Sonne

Von: wm
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Die große Harmoniefamilie hatte am Samstag zum Frühlingskonzert in die Vereinshalle in Kalterherberg eingeladen. Gemeinsam mit der Blockflötengruppe musizierten 85 Musiker. Foto: Walter Mertens

Kalterherberg. Wenn der Applaus das Brot des Künstlers ist, dann sind die Musiker der Harmonie Kalterherberg beim Frühlingskonzert am vergangenen Samstag in der Vereinshalle in Kalterherberg wirklich satt geworden. Es stimmte einfach alles.

Die Vereinshalle war farbenfroh geschmückt und stimmte auf den Frühling ein und den 60 Musikern, die alleine im Hauptorchester musizieren, merkte man ihre Spielfreude schon vom ersten Akkord an.

Vorsitzender Bernd Jakobs zeigte sich sichtlich erfreut, rund 300 Gäste in der vollbesetzten Vereinshalle begrüßen zu dürfen. Für die Beschallung und vor allem die professionellen Lichteffekte zeichneten Mark Förster und Christian Braun, zwei Eigengewächse der Harmonie verantwortlich. Der Abend jedoch stand ganz im Zeichen der Musik.

Mit dem Eröffnungsmarsch „Posaunen voran” eröffnete das Orchester unter der Leitung des Dirigenten Joachim Breuer das Konzert. Als Confrencier durch das Programm führte der neue zweite Vorsitzende der Harmonie, Daniel Neuss.

Der erste Teil des Konzerts war geprägt von Marschmusik und klassischen Stücken für Blasorchester. Es spricht für die Jugendarbeit in der Harmonie, dass sie an einem solchen Abend auch ihrem Nachwuchs die Möglichkeit eröffnet, einmal vor einem größeren Publikum aufzuspielen. Mit der Stück „Fiorellina” nahmen die Musiker auch die Kleinsten, die Kinder der Blockflötengruppe mit ins Boot. Unter der Leitung von Kerstin Jollet hatte die Jüngsten in der großen Harmonie Familie dieses Stück in den letzten Wochen einstudiert und so musizierten 85 Musiker aus vier Generationen gemeinsam.

Mit dem Stück „Zaragossa” entführte die Harmonie die Zuhörer nach Spanien. Als tänzerische Interpretation eines spanischen Stierkampfes hat J. Olivadoti dieses Stück komponiert und man spürte förmlich Dynamik und Rhythmik dieser anspruchsvolle Paso Doble vermittelte.

Fast ein Stück programmatische Musik verkörperten die „Montanas des Fuego”, die Feuerberge.

„Free World Fantasy”, die Phantasie von einer freien Welt, nahm die Zuhörer mit auf eine Reise in eine unerforschte und freie Welt ohne Krieg und Unterdrückung. Dieses anspruchsvolle Stück, dass auch als Wertungsstück für Mittel- und Oberstufe bei Blasmusiken zählt, wurde von Jacob de Haan im Jahre 1987 aus anlässlich des niederländischen Befreiungstages komponiert.

Mit dem Klassiker „Dankeschön, Bert Kaempfert”, einem Medley des Hamburger Musikgenies, intonierten die Musiker so berühmte Melodien wie Safari, African-Beat und Spanish Eyes.

Nach der Pause gehörte die Bühne dem Jugendorchester. Zur Nachwuchstruppe der Harmonie unter der Leitung von Jana Frantzen und Karina Prümmer zählen inzwischen nahezu 30 Kinder und Jugendliche.

Die Jugendausbildung genießt in den Reihen der Harmonie einen besonderen Stellenwert. Dass diese Anstrengungen Früchte tragen stellen die diesjährigen Ergebnisse der D-Lehrgänge des Volksmusikerbundes unter Beweis.

Acht Jugendliche (Nils Salaw, Christian Pauls, Luca Joe, Marina Mertens, Claudia Schweiß, Laura Welsh und Felix Frantzen (alle D1) und Janet Strehl (D2)) aus den Reihen der Harmonie haben in diesem Jahr ihre D1 und D2 bestanden.

Nach dem Konzert des Jugendorchesters mit Stücken wie „Young Amadeus” oder „YMCA” der Village People übernahm dann das Orchester wieder die musikalische Gestaltung des Abends.

Eingeleitet wurde dieser Teil durch Kurt Gäbles Polka „Wir Musikanten”. Abgerundet wurde diese Aufführung durch die Gesangsstimme von Kerstin Litt und Ewald Goffart.

Einen der Höhepunkte des Konzertes bildeten Zweifellos die „Gentlemen of Music”. Verschwunden war die Last der letzten Wochen, die Nervosität zu Beginn dieses Abends. Froh und frei spielten die Musiker die bekannten Melodien der 60-er und 70-er von Tom Jones und Neil Diamond wie „Help Yourself”, „Song Sung Blue” oder „Deliah”.

Mit den Flippers und ihrem „Mexico”, „Sayonara” oder „Santa Domingo” leitete die Harmonie über in den Bereich der Popmusik. In dieses Genre gehörte dann auch die bekannten Melodien von Modern Talking.

Den Abschluss des Konzertes bildete der „Abschied der Gladiatoren”. Mit diesem Konzertmarsch erreichte Hermann Ludwig Blankenberg 1905 Weltruhm.

Nach soviel guter und abwechslungsreicher Musik ließen die Zuhörer ihre Harmonie nicht ohne Zugabe von der Bühne. Diesem Wunsch kamen die Musiker mit der Slawischen Polka Fantasie„ gerne nach.

„Wer als Musikfreund an diesem Abend nicht in der Vereinshalle war, der hat was verpasst”, das war die einhellige Meinung der meisten Zuhörer. Die Musiker der Harmonie freut dies, denn einen schöneren Dank als das Lob des Publikums gibt es nicht.
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