Späte Regengüsse brachten den Landwirten Rettung

Von: ho
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Bio-Landwirt Wilfried Jansen a
Bio-Landwirt Wilfried Jansen aus Lammersdorf, der auch Vorsitzender der Kreisbauernschaft Aachen ist, hofft, dass sich die Futterlage nicht nur für seine Milchkühe in den nächsten Wochen bessert. Foto: Hoffmann

Nordeifel/Region. Die Sorgenfalten, die in der Landwirtschaft die Tierhalter hatten, sind in den letzten Tagen aufgrund der Wetterlage weniger geworden. Vorher hatte es jedoch aufgrund der langanhaltenden Trockenheit und einer drohenden Futterknappheit für die Milchviehhalter nicht so gut ausgesehen.

„Die Lage hat sich in den letzten Tagen gebessert,” stellt der Lammersdorfer Landwirt Wilfried Jansen, der auch Vorsitzender der Kreisbauernschaft Aachen ist, erleichtert fest und weist auf seinem Hof an der Schießgasse auf die umliegenden Weideflächen, die sich wieder in sattem Grün präsentieren. Hier und vielerorts waren vor kurzem noch trotz vereinzelter Regenschauern vertrocknete Flächen anzutreffen. Leere im Grassilo und somit Futterknappheit für das Milchvieh schien damit vorprogrammiert.

Der Regen war regional sehr unterschiedlich und insgesamt nicht ausreichend gefallen. Hinzu kam, dass vom Winter her keine Bodenfeuchte vorhanden war und der erste Schnitt, wie Bio-Milchviehhalter Jansen betonte, so schlecht ausgefallen war, dass starke Ernteausfälle befürchtet werden mussten.

Nach dem ersten Grasschnitt war beispielsweise auf dem Lammersdorfer Hof nur ein Drittel der Silokammer gefüllt.

Ausnahmeregelung vorbereitet

Da andere Bio-Betriebe die gleichen Probleme hatten, hätte Jansen auch kein Gras von diesen aus der unmittelbaren Umgebung zukaufen können.

Die Lage war also nicht rosig und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) hatte bereits in Aussicht gestellt, einzelbetriebliche Ausnahmegenehmigungen für Bio-Betriebe zu erteilen, wonach diese Raufutter (Silage und Heu) von konventionellen Betrieben zukaufen durften. Die Grassilage vom ersten Schnitt hätte auf dem Hof von Jansen auch nur noch für zwei Monate gereicht und danach wäre es dann brenzlig geworden. Doch nun kann man scheinbar aufatmen, wie Wilfried Jansen erleichtert mitteilte: „Die Regenfälle der letzten Woche haben uns sehr geholfen.”

Beim zweiten Schnitt, der teilweise noch ansteht, zeichne sich ab, dass der in einen ziemlich angenehmen Bereich komme. Landwirt Jansen, der zusammen mit seinem Sohn einen 56 Hektar großen Grünlandbetrieb mit 50 Milchkühen betreibt, hofft jedenfalls, dass das Wetter wie angekündigt bleibt (warm mit gelegentlichen Regenschauern) und stellt dazu abschließend hoffnungsvoll fest: „Dann kann die Natur einiges wieder ausgleichen.”
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