Sozialstiftung: Eine Bilanz der ersten beiden Jahre

Von: P. St.
Letzte Aktualisierung:
Mit Hilfe der Sozialstiftung f
Mit Hilfe der Sozialstiftung fand in diesem Sommer auch auf Einladung der Gemeinde Simmerath ein gemütlicher Nachmittag für die älteren Mitbürger im Antoniushof Rurberg statt.

Simmerath. Die Sozialstiftung Simmerath wurde im Jahre 2009 als rechtlich selbständige und gemeinnützige Stiftung gegründet. Dies war möglich geworden auf Grund einer letztwilligen Verfügung eines Erblassers, der zuletzt in der Gemeinde Simmerath wohnhaft war und der die Gemeinde Simmerath als Erbin zu einem Drittel seines gesamten Vermögens eingesetzt hatte.

Die Gemeinde verfügte damit mit einem Schlag über ein Stiftungsvermögen von rund 300.000 Euro.

Verbunden war der Erbteil mit der Auflage, dass durch die Gründung einer Stiftung die Mittel nachhaltig zur Förderung von sozialen Zwecken, insbesondere zur Förderung von psychisch kranken Menschen, kranken Kindern und hilfebedürftigen alten Menschen verwenden werden muss.

Daraufhin hatte der Rat der Gemeinde Simmerath in seiner Sitzung vom 1. Juli 2009 die Errichtung der Stiftung mit dem Namen „Sozialstiftung Simmerath” beschlossen.

Nach Prüfung aller rechtlichen Voraussetzungen erfolgte die Anerkennung als Stiftung. Durch die Bezirksregierung Köln wurde die entsprechende Urkunde am 18. Dezember 2009 ausgehändigt.

Das Barvermögen der Stiftung belief sich auf 218.974 Euro. Außerdem geriet die Gemeinde in den Besitz von mehreren unbebauten Grundstücken in Düren-Gürzenich.

Die Ziele der Stiftung

Was hat die Stiftung bisher bewirkt? Nach der vom Rat der Gemeinde Simmerath beschlossenen Satzung wird der Stiftungszweck der Sozialstiftung Simmerath im Besonderen verwirklicht durch die Förderung der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit in Simmerath mittels Zuwendungen zum Unterhalt von Kinder-, Jugend- und Senioreneinrichtungen, die Unterstützung und Durchführung von Veranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Senioren wie spezielle Nachmittage, Feste, Freizeiten oder Tagesfahrten, durch Beihilfen für die Schulung und Ausbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter im Kinder-,

Jugend- und Seniorenbereich, durch Zuwendungen an sozial- und/oder mildtätige Vereine, durch Zuwendungen an Behinderteneinrichtungen, durch Unterstützung von aufgrund Schicksalsschlägen bedürftiger Personen und durch Unterstützung von psychisch kranken Menschen.

Die Organe der Sozialstiftung Simmerath sind der Stiftungsvorstand und das Kuratorium sowie die Stifterversammlung.

Der Stiftungsvorstand hat nach der Satzung für die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszwecks zu sorgen. Er entscheidet in allen grundsätzlichen Angelegenheiten nach Maßgabe der Satzung in eigener Verantwortung und führt die laufenden Geschäfte der Stiftung. Der Vorstand hat im Rahmen des Stiftungsgesetzes und der Stiftungssatzung den Willen des Stifters so wirksam wie möglich zu erfüllen.

Aufgabe des Stiftungsvorstandes ist insbesondere die Verwaltung des Stiftungsvermögens, die Aufstellung eines Haushaltsplanes, des Jahresabschlusses und des Tätigkeitsberichtes, die Verwendung der Stiftungsmittel im Rahmen des genehmigten Haushaltsplanes, die Bildung gebundener oder freier Rücklagen, die Annahme von Zustiftungen sowie das Verfassen und die Zustellung von Vorlagen für die Stiftungsaufsicht.

Das Kuratorium berät, unterstützt und überwacht den Vorstand im Rahmen des Stiftungsgesetzes und der Satzung und hat insbesondere darauf zu achten, dass der Vorstand für die dauernde und nachhaltige Erfüllung des Stiftungszweckes sorgt.

Die Stifterversammlung, die aus denjenigen Stiftern besteht, die einen Mindestbetrag von 1000 Euro gestiftet oder zugestiftet haben, kann Anregungen für die Verwendung von Stiftungsmitteln geben.

Die Zustifter haben in ihrer ersten Stifterversammlung vom 17. März 2011 die drei Mitglieder des Kuratoriums, die kein kommunalpolitisches Mandat innehaben dürfen, gewählt. Dies sind Raimund Löhrer aus Strauch, Dietmar Thelen aus Simmerath und Bettina Fricke aus Monschau.

Weiterhin gehören dem Kuratorium vier Mitglieder an, die durch den Gemeinderat zu ordentlichen Mitgliedern des Kuratoriums berufen wurden. Dies sind Ratsherr Ulrich Offermann, Kesternich, Ratsherr Günter Scheidt, Eicherscheid, Ratsherr Gregor Harzheim, Steckenborn und Ratsherr Claus Brust, Simmerath.

In der Sitzung des Kuratoriums vom 17. März 2011 wurden neben dem jeweils amtierenden Bürgermeister, der geborenes Mitglied und zugleich Vorsitzender des Vorstandes ist, satzungsgemäß die beiden weiteren Vorstandsmitglieder gewählt. Dies sind Dr. Hartmut Wiechmann, Simmerath und Herbert Mertens, Konzen. Zum Verhinderungsvertreter des Bürgermeisters wurde der Beigeordnete Roger Nießen benannt.

In seiner konstituierenden Sitzung wählte der Vorstand aus seiner Mitte Herbert Mertens zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vorstandes. Das Kuratorium wählte in seiner konstituierenden Sitzung Raimund Löhrer zum Vorsitzenden des Kuratoriums, und Ratsherr Günter Scheidt zum stellvertretenden Vorsitzenden des Kuratoriums.

Für die Ausführung der vorbereitenden und ausführenden Arbeiten des Stiftungsvorstandes, des Kuratoriums und der Stifterversammlung wurde durch den Bürgermeister die Leiterin des Sozialamtes, Monika Johnen, benannt.

Am 26. Mai 2011 traten der Vorstand, das Kuratorium und die Stifterversammlung erstmalig zusammen. In dieser Sitzung stellte der Vorstand der Sozialstiftung Simmerath den Haushaltsplan für das Jahr 2011 auf, der vom Kuratorium genehmigt wurde.

Empfehlungen des Kuratoriums

Auf Empfehlung des Kuratoriums beschloss der Vorstand der Sozialstiftung, der Selbsthilfegruppe für Krebskranke Simmerath (Träger ist die Krebsselbsthilfekontaktstelle Aachen ), dem Ambulanten Hospizdienst Südkreis (Träger ist die evang. Kirchengemeinde Monschauer Land) und dem Verein Jugendaktiv zur Förderung der Jugendhilfe im Jugendcafé Simmerath jeweils eine finanzielle Zuwendung aus den Zinserträgen des Stiftungsvermögens in Höhe von 1000 Euro zukommen zu lassen.

Im Rahmen einer Feierstunde erfolgte am 22. Juli 2011 die Übergabe der finanziellen Zuwendungen in Höhe von jeweils 1000 Euro an die genannten Organisationen.

In seiner Sitzung vom 24. November 2011 beschloss der Vorstand der Sozialstiftung auf Vorschlag des Kuratoriums einstimmig, dem Seniorenstift Seliger Gerhard in Simmerath, der Seniorenresidenz Simmerath und dem Förderverein der Bücherei Simmerath jeweils eine finanzielle Zuwendung in Höhe von 500 Euro zukommen zu lassen. Die Sozialstiftung Simmerath hat ferner auch Anträge auf Gewährung finanzieller Zuwendungen erhalten, die jedoch manchmal aus unterschiedlichen Gründen nicht berücksichtigt werden konnten.

Für Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns ist dennoch der Hinweis wichtig, dass der Stiftungsvorstand in begrenztem Umfang die Möglichkeit „unverschuldet in Not geratenen Menschen und in wirklichen Härtefällen zu helfen.”

Dabei werde Vertraulichkeit zugesichert.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert