Sozialarbeiter für Flüchtlinge hat Arbeit aufgenommen

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Roetgen. Ein Sozialarbeiter kümmert sich in Roetgen jetzt um die Belange der Flüchtlinge. Dies wurde jetzt in der Sitzung des Roetgener Haupt- und Finanzausschusses von der Verwaltung mitgeteilt.

Im Herbst 2016 wurde zwischen Bürgermeister Klauss und dem Flüchtlingsrat Roetgen ein Gespräch über den Einsatz eines Sozialarbeiters für Flüchtlinge geführt. In den Gesprächen wurden die Aufgaben der Sozialarbeit erörtert. In der Mitteilung heißt es: „Die Aufgabe der Sozialarbeit umfasst die Prävention, Bewältigung und Lösung sozialer Probleme. In der Sozialarbeit hilft man Menschen, Strategien für eigenverantwortliches Handeln zu entwickeln.

Konkret für die Flüchtlingsarbeit bedeutet dies: Betreuung, Begleitung sowie Hilfestellung bei der Gestaltung des Alltags in einer Flüchtlingsunterkunft, Hilfe bei der Orientierung innerhalb des hiesigen Lebensumfelds und Entwicklung realistischer Ziele und Perspektiven, Mitgestaltung eines respektvollen, gewalt- und diskriminierungsfreien Miteinanders in der Flüchtlingsarbeit.“

Als Aufgabengebiete in der Flüchtlingsarbeit werden genannt: Antragsstellungen und Übersetzungstätigkeiten abwickeln, Arbeiten im interkulturellen Kontext, Begleitung bei Behördengängen, Hilfe bei der Suche nach eigener Bleibe, Dokumentation der Arbeit und Erstellung von Entwicklungsberichten, Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und anderen Institutionen.

Im Anschluss an das vorgenannte Gespräch wurde seitens der Verwaltung mit drei in Frage kommenden Wohlfahrtsverbänden zunächst schriftlich Kontakt aufgenommen. Einer der drei Verbände teilte mit, dass die personellen Kapazitäten derzeit nicht ausreichend seien, diese Aufgabe in der Gemeinde Roetgen zu übernehmen.

Die beiden verbleibenden möglichen Kooperationspartner waren das Deutsche Rote Kreuz (DRK), Kreisverband Städteregion Aachen, und das Diakonische Werk im Kirchenkreis Aachen.

Gespräche mit zwei Verbänden

Mit beiden Verbänden wurden Ende 2016 und Anfang dieses Jahres Gespräche geführt. Die Termine wurden von einem Vertreter des Flüchtlingsrates begleitet. Der sich aus den Zusammenkünften ergebende Nachfragebedarf wurde in den darauffolgenden Wochen geklärt.

Daraus resultierte die Einschätzung beider Verbände, dass die Sozialarbeit in Roetgen zunächst mit einer halben Stelle abgedeckt werden könne. Die Diakonie erklärte, im Falle der Zusammenarbeit würden Personalkosten in Höhe von 30.000 Euro zuzüglich eines Sachkostenanteils von zehn Prozent entstehen.

Dem stand das Angebot des DRK mit einem Kostenaufwand von 27.360 Euro gegenüber. Die Frage nach der Mindestlaufzeit eines Vertrages und der Vertretungsregelung beantwortete das DRK damit, dass ein Jahr mit Verlängerungsoption vorgeschlagen und die Vertretungsregelung über den Fachbereich Flüchtlingshilfe innerhalb des DRK sichergestellt werde.

Am 31. Juli 2017 teilten Vertreter des DRK überraschend für die Verwaltung in einem Gespräch mit, dass das Land dem Verband einen Zuweisungsbescheid erteilt habe, die Sozialarbeit für Flüchtlinge in der Gemeinde Roetgen im Umfang einer halben Stelle zu fördern. Der Gemeinde Roetgen lag keinerlei Mitteilung seitens des Landes vor. Das DRK hatte diese Stelle aber bereits besetzt.

Die Sozialarbeit für in Roetgen lebende Flüchtlinge wäre somit kostenneutral und ist seit Anfang August 2017 angelaufen. Im Haushalt 2017 ist derzeit noch ein Betrag von 12.000 Euro vorgesehen, um Kosten für Sozialarbeit für Flüchtlinge zu decken.

„Nach der jetzt eingetretenen Situation werden diese Mittel nicht mehr benötigt“, heißt es von Seiten der Gemeindeverwaltung. Nichtsdestotrotz habe man auch für das Jahr 2018 Mittel im Haushalt bereitgestellt, „falls das Land die Stelle im kommenden Jahr wider Erwarten nicht mehr fördern sollte“.

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