Sorgen Flüchtlinge bald für saubere Friedhöfe in Roetgen?

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
10392204.jpg
Auf den Friedhöfen der Gemeinde Roetgen sprießt der Wildwuchs: Nach einer Lösung wird gesucht. Foto: G. Sander

Roetgen. Das Problem mit dem Wildwuchs auf den vier gemeindeeigenen Friedhöfen in Roetgen (2), Rott und Mulartshütte ist bekannt. Die Suche nach einer Lösung, um das Übel rasch abstellen zu können, wurde im Bauausschuss der Gemeinde ausführlich diskutiert. An den Friedhöfen schieden sich die Geister.

Die FDP-Fraktion hatte beantragt, die Gemeinde möge zusätzlich eine Kraft einstellen, denn der derzeit einzige auf den vier Friedhöfen tätige Mitarbeiter könne das Arbeitspensum keinesfalls alleine stemmen. Fraktionsvorsitzender Franz-Josef Zwingmann verwies noch einmal darauf, dass der derzeitige Zustand der Friedhöfe zu wünschen übrig lasse und so nicht bleiben könne.

Patrick Jansen (UWG) plädierte für eine baldige Abhilfe. Er plädierte dafür, die Mitarbeiter des Bauhofs einzusetzen, um den fälligen Arbeiten nachkommen zu können. Bürgermeister Manfred Eis (SPD) sagte in Richtung Zwingmann, natürlich sei das alles nicht zufriedenstellend. „Aber so drastisch, wie Sie das darstellen, ist es nun auch wieder nicht.“

Die Bauverwaltung wehrte sich strikt gegen Jansens Vorschlag, vom Bauhof Personal abzuziehen und auf den Friedhöfen einzusetzen. Diese Mitarbeiter seien „ausgelastet und leisteten gute Arbeit“, wurde argumentiert.

Für Michael Seidel (CDU) ist das Thema Friedhof seit Jahren bereits ein „Dauerbrenner“. Eine Möglichkeit wäre für ihn, auf 450-Euro-Basis eine zusätzliche Kraft zu beschäftigen. Michael Buschmann (Grüne) brachte Praktikanten ins Spiel, damit die Friedhöfe wieder auf Vordermann gebracht werden.

Das Bauamt habe sich längst schon Gedanken gemacht, so auch über den Einsatz von Flüchtlingen oder Schülern in Ferienjobs. Auf keinen Fall wolle man Personal aus dem Bauhof abziehen, hieß es von Seiten der Verwaltung.

Bernd Vogel (CDU) weiß aus Erfahrung, dass in früheren Jahren die Friedhofsflächen kleiner, dafür aber die Zahl der Arbeiter weitaus größer gewesen sei. Seine Empfehlung: „Ein rundes Konzept erarbeiten, schließlich geht es hier nicht um ein kleines Blumenbeet.“

Mit dem Thema Friedhof müsse man sich konkret beschäftigen, denn so könne es nicht bleiben. „Da müssen wir uns schon drum kümmern“, sagte Silvia Bourceau.

Jorma Klauss (SPD) schlug vor, nach Alternativen für notwendige Maßnahmen zu suchen. Michael Seidel empfahl die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes. Die Verwaltung müsse ein Bestandsaufnahme machen und einen Pflegeplan erstellen. Diesem Vorschlag wurde einstimmig zugestimmt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert