Simmerath - Sonnenfunken waren die richtige Wahl

Sonnenfunken waren die richtige Wahl

Von: M.S.
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Zwölf Mädchen und ein Junge bilden die Minigarde der KG Sonnenfunken Simmerath. Bei der Prinzenproklamation fungierten sie als „Eisbrecher” des Abends. Foto: Manfred Schmitz

Simmerath. Der Abschied von der Regentschaft über Simmeraths Narrenvölkchen fiel spürbar schwer: „Es war eine tolle Session! Ihr wart eine Super-Gefolgschaft, wir werden euch vermissen! Mit diesen Worten wandten sich Adrian und Silvia, Sömmerther Karnevals-Prinzenpaar 2008/09, ein letztes Mal in offizieller Mission an ihre Untertanen.

Dann reichten sie unter den Klängen des „treuen Husaren” die Insignien der Tollitäten an ihre Nachfolger weiter. „Unseren Nachfolgern wünschen wir Glück und Erfolg, wie wir ihn hatten!”

Im Rahmen einer großen Kappensitzung der Karnevalsgesellschaft „Sonnenfunken” wurde das Dreigestirn (Prinz Martin Junker, Jungfrau Sebastian Schanz und Bauer Thorsten Schnitzler) in gebührendem Rahmen inthronisiert.

In der voll besetzten Simmerather Dreifach-Sporthalle erlebten 500 begeistert singende, schunkelnde und überwiegend fantasievoll kostümierte Zuschauer ein buntes Programm.

Sonnenfunken-Vorsitzender Torsten Gerards und sein „Vize” Stefan Haas, der auch die Moderation der Auftritte übernahm, begrüßten die Besucher und gratulierten ihnen zur Wahl ihrer abendlichen Programmgestaltung: „Was sonst hättet ihr heute alles unternehmen können! Ihr habt euch aber für die richtige Veranstaltung entschieden!”

Die Hansa-Blasmusikanten schworen mit der Hymne der fünften Jahreszeit schlechthin („Ach wär´ ich nur ...”) ihr Auditorium auf das folgende Fünfstunden-Spektakel ein.

Die erste Rakete des Abends widmete das Publikum der Minigarde, trainiert von Isabel Haas und Andrea Stollenwerk. Die zwölf Nachwuchstänzerinnen (Hahn im Korb des 12-köpfigen Mädchenensembles ist Peter Leister) bestachen durch disziplinierten Vortrag und doch heitere Leichtigkeit.

Stefan Haas - er begrüßte auch eine Delegation der Rollesbroicher KG „Klevbotze” - nahm das Engagement der „Minis” zum Anlass eines Statements: „Die Sonnenfunken werden oft kritisiert, weil in ihren Sitzungen zu später Stunde kleine Kinder auftreten. Wir aber meinen: Zum friedlich-ausgelassenen Fastnachtstrubel gehören alle Generationen, also auch Jungen und Mädchen. Sie sind schließlich die Karnevalisten von morgen.”

Elf junge Damen der Funkengarde überzeugten ebenfalls mit ihrem Vortrag. Die anmutige Truppe wird von Annika Breuer und Jenny Wienands choreografisch betreut.

Danach gehörten die Bühnenbretter dem Kindertanzmariechen Katharina Döpp. Lob und stürmischen Beifall für ihre konditionell starke Leistung mit hohem Schwierigkeitsgrad gab es auch für Katharinas Trainerinnen Angie Huppertz und Jenny Paulus. Michaela Kau, Kostümschneiderin der kleinen Marie, wurde mit dem Sessionsorden ausgezeichnet.

prinzengarde und Ehrengarde der Sonnenfunken, gecoacht von Verena Hermanns und Sandra Schleicher, trugen ebenso zum Gelingen eines kurzweiligen Abends bei.

Das über Nordeifelgrenzen bekannte und beliebte Höfener „Sparensemble” riss mit Sketch, Turbulenz, Dialogen und lokal koloriertem Mutterwitz seine Fans von den Sitzen. Das Quartett bewies zudem offenbar seherische Fähigkeiten. Denn Stunden vor der offiziellen Proklamation des Dreigestirns traten die Golddorf- Komiker mit unverkennbarem Kopfschmuck von Prinz, Jungfrau und Bauer auf.

Die „Sugarbabes & Boys”, laut Moderator Haas sechs „lupenreine Eigengewächse unserer KG”, unterhielten die Anwesenden mit artistischen Einlagen. Das Sextett wird von Sabine Haas trainiert und zeichnet sich durch Elastizität und phantasievolle Kostümierung aus.

Moderater ging es mit „Ne kölsche Köbes” zu. Büttenredner Axel vom Rhein plauderte humorvoll aus dem Nähkästchen eines Brauhauses und seinen Erfahrungen mit Zechern.

„Dat muss Kölle sin”, sang das Rockquintett „Hanak” und brachte nicht nur mit seinem Dauerbrenner „Haifischzahn” den Saal zum Kochen. In den Reihen der Kölschrocker befindet sich auch ein waschechter Sömmerther Jong: Bandschlagzeuger und Profimusiker Heiko Braun.

Bruce Kapusta, ein junger und schon sehr erfolgreicher Trompeter, rundete als virtuoser Solist ein vielseitiges Programm aus Spaß und Geselligkeit ab.
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