Sommerzeit ist Eiszeit: Bikinifigur mal vergessen

Von: Carmen Krämer
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Im neuen Eiscafé „Dolce Vita
Im neuen Eiscafé „Dolce Vita” in Imgenbroich werden mit viel liebe zum Detail und frischen Früchten riesige Eisbecher serviert. Perfekte Erfrischung für heiße Sommertage: Der „Dolce Vita Becher”. Foto: Carmen Krämer

Nordeifel. Nach wochenlanger Pause ist in den letzten Tagen tatsächlich zurückgekehrt, was die meisten Eifeler schon verloren glaubten: Die Sonne hat sich blicken lassen und hat den ein oder anderen ordentlich zum schwitzen gebracht.

Zum Ende des Sommers die perfekte Gelegenheit, die Bikinifigur einfach mal zu vergessen und nach Herzenslust Eis zu schlemmen. Wir haben von der Redaktion aus einmal nachgehakt, was die Eiscafés der Region in diesem Jahr zu bieten haben.

Weit über die Grenzen Imgenbroichs hinaus bekannt ist das Eiscafé „Da Graziella” an der Triererstraße zwischen Konzen und Imgenbroich. „Die Leute kommen von überall hierher. Wir haben viele Stammkunden, aber auch Touristen halten hier an und nehmen sich ein Eis mit auf die Faust”, weiß Elfriede Colman, die immer gern neue Eissorten ausprobiert.

„In diesem Jahr bieten wir ganz neu das Bioapfeleis an. Das kommt sehr gut an. Aber auch Toblerone und Tiramisu, die wir im Wechsel mit dem Apfeleis haben, mögen die Kunden”, beobachtet sie. Wie lange das Apfeleis noch angeboten werden kann, kommt darauf an, wie lange es die Äpfel noch gibt. Dauerbrenner in der Imgenbroicher Eisdiele sind Pralinone, Cookies und „alles mit Joghurt”.

Sehr wichtig sei es ihnen, dass das Eis natürlich hergestellt wird; das heißt, dass keine Geschmacksverstärker oder Farbstoffe in ihrem Eis landen.

Die Eismaschine läuft den ganzen Tag im „Da Graziella”, die Früchte sind frisch und sogar die Mandeln werden hier selbst geröstet. „Wir haben täglich um die 20 Sorten Eis. Welche wir anbieten, kommt immer auf die Früchte der Jahreszeit an, im Moment haben wir zum Beispiel auch schon mal Pflaumen- oder Orangeneis”, erklärt Elfriede Colman.

Ob diese Sorten häufiger im Hörnchen als im Becher landen, kann sie nicht sagen, „das hält sich die Waage.” Was sie aber mit Besorgnis beobachtet, sind die Unmengen an Wespen, die sich in diesem Jahr tummeln. „Das ist echt ein Problem”, das jedoch höchstens der Gemütlichkeit beim Schlecken, nicht aber dem Geschmack der italienischen Eiscreme schadet.

Von den kleinen schwarz-gelben Quälgeistern bleibt auch das neue Eiscafé „Dolce Vita” im Ortszentrum Imgenbroich nicht verschont.

Die frischen Früchte, mit denen hier gigantische Eisbecher verziert werden, locken die Wespen besonders auf der einladenden Terrasse des Cafés an. „Das stört die Kunden aber nicht, die sitzen trotzdem gern draußen”, erklärt Eisverkäuferin Patricia Rodrigues. Ihr Name ist portugiesisch, das Eis, das hier täglich frisch hergestellt wird, ist italienisch. „Die Chefs sind ein Italiener und ein Portugiese”, erklärt sie.

Seit zwei Monaten werden in dem modern und gemütlich eingerichteten Bistro neben 24 Eissorten und köstlichen bunten Bechern auch warme und kalte Getränke, Crepes, Waffeln und auch kleinere herzhafte italienische Speisen wie beispielsweise Bruscetta angeboten. „Wir bieten neben diesem Angebot auch jeden Tag - sogar an Sonn- und Feiertagen - ein leckeres Frühstück an”, betont Patricia Rodrigues. Im Winter wird das Angebot noch um jeweils vier verschiedene Sorten Cappucchino und Latte Macchiato sowie einige Snacks erweitert.

Bis dahin werden wohl noch einige der bei Kindern so beliebten Schlumpfeis und der bei den Großen sehr beliebten „Dolce Vita Bechern” über die Theke gereicht werden. „Die meisten Kunden kommen und bleiben bei uns mit den großen Bechern sitzen. Wir haben auch schon manche Stammkunden dabei und das nach so kurzer Zeit”, erklärt Patricia Rodrigues, die zuvor in der zweiten Geschäftsstelle in Stolberg gearbeitet hat, aber jetzt nicht mehr hier weg möchte. „Das Geschäft läuft gut, die Kunden sind freundlich - hier bleibe ich”, lächelt sie.

Spitzenreiter in Sachen Vielfalt der Eissorten ist das Eiscafé Zammatteo an der Bundesstraße in Roetgen. Dass hier nun 28 Sorten Eis angeboten werden können, liegt nicht zuletzt an der Renovierung des Cafés über den letzten Winter und der damit um ein vielfaches größeren, ferrariroten Eistheke.

Inhaber Luca Pradel, echter Italiener, ist Eisverkäufer in der 4. Generation und legt großen Wert auf die Frische seiner Eissorten. „Ich mache das Eis nur aus frischen Naturprodukten”, zeigt Boxen mit frischen Vanilleschoten. „Nur in Apfel, Pistazie, After Eight und Himmelblau sind Farbstoffe. Die Leute essen das sonst nicht”, erklärt er und ist selbst verwundert darüber. Schließlich seien bei Apfel und Pistazie nur die Schalen grün und auch Pfefferminz ergebe weißes Eis.

„Aber in weiß oder braun bekomme ich das Eis nicht verkauft. Und wehe ich mache Himmelblau nicht, dann hab ich Ärger mit den Kids.” Neue Eissorten sind hier in diesem Jahr Mandarinetta im Wechsel mit Zartbitter und Limetta. „Alle drei gehen gut, aber am besten verkaufen sich die Klassiker Vanille, Stracciatella oder auch Snickers.” Wer übrigens eine Eistorte zum besonderen Anlass möchte, kann diese bei Zammatteo bestellen.

Fazit: Die Region ist bestens mit einer großen Auswahl an Eis versorgt und die Auswahl so groß, dass die Entscheidung schon fast zu schwer fällt.
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