Sommermonat Juni mit Startproblemen

Von: kjl
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Nordeifel. Wochenlang präsentierte sich der erste Sommermonat äußerst wechselhaft und fast drei Grad zu kalt. Erst in der letzten Juniwoche wendete sich das Blatt, und ein feuchtwarmer Witterungscharakter stellte sich ein.

Die Aussagekraft des Temperaturmittelwertes ist deshalb von geringer Bedeutung. In Simmerath lag er bei 13,3 Grad (negative Abweichung 0,2 Grad). Es war allerdings das niedrigste Junimittel seit 2001 (damals 12,9 Grad).

Nachdem im Mai der erste Sommertag in den Niederungen bereits zehn Tage zu spät eintraf, war diesmal der erste Hitzetag ebenfalls deutlich verspätet (12 Tage). Erst am 2. Juli wurde verbreitet die 30 Grad-Schwelle rund um Aachen überschritten.

Die ausgeprägte Schafskälte nach Pfingsten lieferte sogar noch einmal Bodenfröste (Kalterherberg zwei Bodenfrostnächte) im ersten Monatsdrittel (Kalterherberg -2 Grad am 6. ; Schöneseiffen -0,3 Grad am 13.).

Der kälteste Tag des Monats war unbestritten der 6. Juni mit Höchsttemperaturen von nur 7Grad am Windpark Schöneseiffen und 9,5 Grad in Roetgen. Ganz anders das Bild am Monatsende: Am 30. Juni schwitzten alle auch ohne Anstrengung bei 25 bis 29 Grad.

Die Zahl der Sommertage lag in den Höhengebieten bei null bis zwei und im Aachener Bördenraum bei nur durchschnittlichen drei bis fünf Sommertagen. Vom 24. Juni bis zum 5. Juli gab es in den Orten an der Dürener Kreisgrenze 12 Sommertage in Folge.

Der Sommer macht jetzt Pause

Nach dieser ersten Hitzewelle macht der Sommer diese Woche zunächst Pause bis Mitte Juli.

Nicht überragend, sondern eher durchschnittlich waren auch die Sonnenstundenzahlen im Kreisgebiet. Die gewittrigen Luftmassen verdeckten in den Niederungen zusätzlich die Sonneneinstrahlung, was man an folgenden Summen sieht: Kalterherberg 167 Stunden, Eschweiler 191 Stunden, Aachen 201 Stunden und Schöneseiffen 213 Stunden.

Unwetter und schwere Sturmböen blieben im Juni bis auf den 26. und 27. unbedeutend.

Die maximalen Regenmengen fielen meist auf den 11. oder 27. Juni, waren aber extrem unterschiedlich. Hier die größten Mengen: Aachen 33 Liter (am 11. Juni), Höfen 24 Liter (11.) und an der Perlenbachtalsperre 23 Liter (11.). Also keine großen Unwettermengen.

Bleibt zum Abschluss noch eine kurze Beurteilung der Regenmengen. Selten mussten wir - durch fehlende Trockenperioden - unentwegt Blumen gießen oder Felder bewässern, im Gegenteil, selbst die Zuckerrüben stehen im Flachland wie eine Eins aufrecht und dunkelgrün in den Feldern. Die Getreideernte hat in den ersten Julitagen schon eingesetzt, wurde aber von den Gewittern am 3. Juli wieder gestoppt.

Normalerweise lagen die Regensummen zwischen 65 und 95 l/qm (95-110 Prozent des Mittels), an der Kalltalsperre waren es sogar 104 l/qm (113 Prozent).
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