Sommerfest im St.-Josefs-Haus: Ins Netz der Gesellschaft aufgenommen

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Bewohner, Mitarbeiter und Leiter des Wohnheims sowie Gemeindereferent Ralf Lehmkühler feierten das Sommerfest des St-Josef-Hauses in Höfen anlässlich des zehnjährigen Bestehens des heilpädagogischen Wohnheims. Foto: Patrizia Pauls

Höfen. Ein musischer Wortgottesdienst, geleitet durch den Gemeindereferenten Ralf Lehmkühler, eröffnete am vergangenen Sonntag das Sommerfest des St.-Josefs-Haus Höfen anlässlich des zehnjährigen Bestehen des heilpädagogischen Wohnheims.

Viele Bürger des Ortes besuchten die Zeremonie, die durch die Musikgruppe des Hauses geprägt wurde und in der im wörtlichen Sinne, wie auch durch verteilte Fäden und die Hände der Anwesenden, das Netz der Gesellschaft symbolisch geknüpft wurde. Dahingehend bedankte sich Ulla Laqua, Leiterin des St.-Josefs-Haus, unter anderem bei der ganzen Dorfgemeinschaft dafür, die Bewohner und das komplette Haus vor zehn Jahren so tolerant und herzlich in das Geflecht aufgenommen zu haben, „in dem jeder wichtig ist und seinen Teil zum Zusammenleben beiträgt“.

Nach dieser Einführung wurde das Fest eröffnet und die Bewohner sowie die Gäste konnten sich bei Kaffee und Kuchen oder Fritten und einigen Getränken im Haus umsehen, unterhalten und kennenlernen.

22 Bewohner

Das St.-Josefs-Haus wurde vor einem Jahrzehnt mit dem Ziel gegründet, Menschen mit geistiger Behinderung ortsnah versorgen zu können und dadurch deren alten Lebensraum zu erhalten. Demzufolge leben zurzeit 22 Bewohner zwischen 18 und 73 Jahren, in drei gleich große Gruppen verteilt, im heilpädagogischen Wohnheim. Es wird außerdem bei Einzelpersonen versucht „draußen in den Blick zu nehmen, also die Möglichkeit geschaffen, in Zukunft ein selbstständigeres Leben führen zu können“, erklärte Marc Inderfurth, Geschäftsführer der Caritas Lebenswelten GmbH.

Folglich existiert eine Außenwohngruppe in Imgenbroich, die als „Selbstständigkeitstraining und als Vorbereitung auf ein Leben außerhalb des Hauses dient“, beschrieb der Geschäftsführer weiter. „Das heilpädagogische Wohnheim dient im Allgemeinen dazu, die geistig behinderten Bewohner zu betreuen und auf ihrem individuellen Entwicklungsweg zu begleiten, um somit ein dauerhaftes Zuhause in der Nähe ihrer früheren Heimat zu schaffen“, so Marc Inderfurth. Dabei wird besonders darauf geachtet, dass die Bewohner so lange wie möglich zusammenleben können und eine Normalität in ihrem Leben sowie Individualität in ihren eigenen Räumen erfahren.

Auch in Zukunft soll das Haus und das Zuhause der Bewohner in seiner Art erhalten bleiben, was durch einen langfristigen Mietvertrag gewährleistet wird. Des Weiteren soll die ambulante Hilfe weiter ausgebaut werden, sagte Marc Inderfurth. Hans Wilhelm Janissen, der Eigentümer des gesamten Gebäudes, wird in dem zweiten Teil des Hauses einige Appartements für junge Erwachsene mit Behinderung einrichten, „um diesen als Vermieter die Chance zu geben, ein selbstständiges Leben führen zu können, da sie nur ein oder zweimal die Woche eine ambulante Betreuung benötigen“, so der Eigentümer.

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