Sogar Sternschnuppen jubilieren

Von: M. S.
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Einruhr/Erkensruhr. Aus einer Laune heraus hatte Anja Wollgarten von der Vereinsinitiative „Erlebnisbad Einruhr” im vergangenen Jahr eine zündende Idee: „Lasst uns einen beschaulich-familiären Adventsmarkt ins Leben rufen!”

Gesagt, getan! Auf dem Parkplatz am Rursee-Schwimmbad schlug eine mit vielfältigem Angebot an Waren und Genussmitteln sortierte Budenstadt ihre Verkaufsstände und Auslagen auf. Mit spontanem Premierenerfolg.

Doch unter freiem Himmel konnte sich am Samstagnachmittag solcher Erfolg beim besten Willen nicht wiederholen. „Sie sehen ja selbst, warum”, sagte Anja Wollgarten und deutete auf finstere Wolken, aus denen es zu pfeifender Windböenmusik wie aus Kübeln goss. Schieres Erkältungswetter für Aussteller wie Besucher.

Also beschlossen die Veranstalter kurzerhand, ihren Basar ins schützende Heilsteinhaus zu verlegen. Dort warteten von Privatleuten, Gruppen und unter Regie der Ortsvereine gebastelte, nützliche Artikel des täglichen Gebrauchs und auf Dauer hübsch anzusehender Zierrat für die eigenen vier Wände auf Abnehmer: schicke wie dickwollene Textilien, der Jahreszeit entsprechend arrangierte Blumengestecke und Pflanzengrün, Schmuckstücke, Spielzeug für die Kleinen und Leckeres wie Süffiges für alle Gäste.

Den Höhepunkt des vorweihnachtlichen Markttreibens aber bildete die Aufführung eines Krippenspiels, eine Augenweide für das Publikum, insbesondere für die zahlreich darin vertretenen Großeltern der kleinen Akteure.

Sieben Jungen und drei Mädchen, acht bis elf Jahre jung, schlüpften in die Rollen der Protagonisten im Stall von Bethlehem und auf den Feldern. Josef, Maria und das Kind in unbekümmerter Spontanität, eingebunden in spannende Handlung und Dialoge voller Mimik und Gestik. Die Heilige Familie im trauten Chor mit jubilierenden Sternschnuppen, Hirten, Engeln und himmlischen Glöckchen mit menschlichem Stimmenklang. Sie alle verkündeten in kindlicher Natürlichkeit die frohe Botschaft.

Die Personen der biblischen Geschichte wurden von Lena Zisowsky, Theresa Hüpgen, Leona Jansen, Niklas Wollgarten, Justin Pauls, Lars Poschen, Lukas Peters, Jonas Fey, Simon Quartelbaum und Ramon Leuchtenberg engagiert und glaubwürdig dargestellt.

Das Nachwuchs-Bühnenensemble aus dem Dorf am See erhielt folglich langen herzlichen Applaus seiner Zuschauer. Nach dem Motto, „gute Hirten kann es nicht genug geben”, sprang Yannik Peters ohne jede Probenvorbereitung für ein plötzlich erkranktes Mitglied der Laienspielschar ein und verdiente sich damit einen Extravorhang.
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