Simmerath - Sockenhändler beim Herbstmarkt mag es gerne kalt und trocken

Sockenhändler beim Herbstmarkt mag es gerne kalt und trocken

Von: P. St.
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Massenweise: Obst: Auf die ric
Massenweise: Obst: Auf die richtige Verkaufstechnik kommt es an, um Aufmerksamkeit bei Simmerather Markt zu erreichen. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Alle waren sie wieder da: Sockenverkäufer, Unterwäsche-Anbieter, Herbstblumen-Versteigerer, Gemüseschnitt-Künstler, Leder-Könige und die langen Theken zum Süßigkeiten selbst mischen.

Der Simmerather Herbstmarkt, diesmal weit weg vom goldenen Oktober, lockte bei einstelligen Temperaturen auch am Sonntag wieder die Massen nach Simmerath. Rund 260 Händler boten die bewährte Auswahl.

Schon zeitig waren die Parkplätze rund um den Simmerather Ortskern gut gefüllt, wobei es immer wieder überrascht, dass bei einigen Großflächen im Gewerbegebiet die Schranken herunter gelassen werden. Dass der Rathaus-Parkplatz nicht zur Verfügung stand, ist eine direkte Folge des geforderten neuen Sicherheitskonzeptes. Vorschrift erfüllt.

Zum Warmmachen lockte nicht nur Glühwein, die Junge Union Simmerath warb mit einem sportlichen Angebot. Schöne Preise gab es für den härtesten Torschuss zu gewinnen. Am Mittag lag der Rekord bei 86 km/h.

Vergnügen anderer Art bot der Obstverkäufer für 20 Euro: Da gab es „Flug-Mangos” sowie „kernlose Pflaumen” körbeweise. Eher öffentlichkeitsscheu präsentierte sich dagegen ein Stand mit„Kreativ-Mode”, der sein Warenangebot wohl für so einzigartig hielt, dass sogar ein Fotografierverbot ausgesprochen wurde.

Entspannter aufs Marktgeschehen blickt da Margit Esch. Seit 45 Jahren ist die Geschäftsfrau aus Klausen bei Wittlich mit ihrem Textilangebot in Simmerath vertreten. Ihr Wäscheangebot, vorwiegend Winterware, ist bei der Stammkundschaft gefragt. Sie lobt Simmerath als „sehr guten Markt, auch wegen der Kundschaft aus Belgien.” Dieser Einschätzung kann Dimitrios Papatrechas nur zustimmen, auch wenn der Sockenverkäufer aus Neuwied am Rhein meint, dass der Markt „mehr Socken nicht verkraften kann. Dann wird es uninteressant für die Kundschaft.” Seit 26 Jahren kommt er nach Simmerath, und am Sonntag war er mit seinem Umsatz zufrieden. „Trocken und kalt ist gut fürs Geschäft.”

Weniger gut ist das Wetter allerdings für andere Branchen. Softeis schien etwas schwer verkäuflich, Reibekuchen und Bratwurst machten klar das Rennen. Aber auch der Lederwarenexperte auf der Hauptstraße wurde auf Trab gehalten. „Sie befinden sich gerade in der Warteschleife”, tröstete er die kauffreudige Kundschaft.

Seit 1963 bereits besitzt der Verkaufswagen der Familie Winter aus Bexbach im Saarland in Simmerath seinen festen Platz. Die Spezialisten für Gewürze aus der ganzen Welt haben ihr Angebot immer wieder den aktuellen Trends angepasst. Derzeit ist eine Gewürzmischung namens „Brasilianischer Rahmbraten” der Tophit für die raffinierte Küche. „Fast 90 Prozent der Besucher gehören zur Stammkundschaft”, freut sich Ute Winter, und das man schon so lange ununterbrochen in die Nordeifel komme, „sagt eigentlich alles über die Attraktivität des Simmerather Marktes.”

Diese Attraktivität können die Marktbesucher auch heute noch ausgiebig testen. Ab 10 Uhr geht das Treiben zwischen Hauptstraße und Gewerbegebiet in die zweite Runde.
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