Roetgen - „So wird die Schule zur Bauruine”

„So wird die Schule zur Bauruine”

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Roetgen. „Vom ursprünglichen Raumkonzept wird nichts mehr übrig bleiben, und die Funktionsfähigkeit der Schule ist gefährdet. SPD und UWG verabschieden sich von einem Raumkonzept, dass noch vor wenigen Monaten von der Schule und SPD/UWG selbst als ganz dringender Bedarf und als erste Priorität bezeichnet wurde.”

So kommentieren Michael Seidel, Fraktionsvorsitzender der CDU Roetgen und Gerd Pagnia, B90/Die Grünen Roetgen, den Vorschlag von SPD/UWG, dass an der Schule gespart werden müsse. Mit diesem Vorschlag werde die Schule „zur Bauruine”, heißt es.

Der Antrag von SPD/UWG sehe vor, dass das brandschutztechnisch bedenkliche Treppenhaus nicht saniert werde, die alte Aula bestehen bleibe, der dringende Umbau und die Sanierung der Klassenräume nicht mehr durchgeführt werde und der Umbau der Verwaltungsräume und des Lehrerzimmers entfalle. Lehrerarbeitsräume und Räume für Sonderpädagogik werde es demnach auch nicht geben, listen Seidel und Pagnia die Defizite auf.

Auf den ersten Blick könnte der Vorschlag von SPD und UWG manchem Zeitgenossen vielleicht sogar vernünftig erscheinen, „doch leider haben die Vertreter dieser beiden Parteien mit ihrem neuesten Vorschlag, 500000 Euro einzusparen, etwas vorschnell agiert und vergessen, über die Konsequenzen nachzudenken,” lautet die Kritik.

Was oberflächlich als Einsparmaßnahme dargestellt werde, „entpuppt sich bei näherem Hinsehen als unkalkulierbares Risiko. Von Einsparung kann keine Rede sein, es wird vielmehr in einem gigantischen Chaos enden, wenn durch eine solche Maßnahme ein Baustopp, eine Neuplanung mit neuem Brandschutzkonzept, mit einem neuen Bauantrag und vieles mehr in Gang gesetzt wird,” lautet die Befürchtung.

Bei einem genehmigten, bewilligten, mitten im Bau befindlichen und in sich schlüssigen Projekt „kann man nicht mal eben so die Planung vollständig über den Haufen werfen, ohne dass horrende Kosten entstehen; das wird sogar von der Verwaltung so gesehen, die vor einer weiteren Verzögerung eindringlich warnt,” sagen Michael Seidel und Gerd Pagnia.

Den angeblichen Sparvorschlägen zum Schulumbau stünden erhebliche Mehrkosten der Umplanung, erneute Ausschreibungen, Ingenieurkosten, Baurisiken und Terminrisiken gegenüber. Käme der Antrag von SPD und UWG durch, würde das zu einem Baustopp führen. In dieser Zeit bliebe die Schule sich selber überlassen, die Baukosten würden weiter steigen.

Die von SPD/UWG genannten angeblichen Mehrkosten, die ein Gegensteuern notwendig machen, „sind bisher überhaupt nicht eingetreten,” heißt es weiter. Monatlich werde in den Bauausschusssitzungen von der Verwaltung berichtet, dass die Baukosten sich im geplanten Budget von sechs Mio. Euro bewegen und sogar noch ein Risikopuffer vorhanden sei.

In den bisherigen Stellungnahmen der Kommunalaufsicht zum Haushalt werde bisher auch keine Kürzung bei den Investitionen für den Schulumbau verlangt. „Hier wird von der SPD/UWG versucht, die Eltern, Schüler und Lehrer zu täuschen, um die Sparvorschläge mit falschen Tatsachen zu begründen.”

Abschließend heißt es in der Erklärung: „Dass die alte Aula sanierungsbedürftig ist und sowohl der innere Umbau des alten Anbaus, als auch eine größere Aula zum von Eltern und Lehrern gewünschten Konzept gehören, wurde genauso außer Acht gelassen wie die Tatsache, dass der Architekt auf Erfüllung des Vertrages klagen könnte. Also lasst uns die Schule endlich zu Ende bauen und wirklich nach vorne blicken!
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