Singender Hirte im Dauereinsatz

Von: P. St.
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Bald ist die Landschaftskrippe
Bald ist die Landschaftskrippe fertig: Der singende Hirte Reiner Jakobs (Mitte) und sein verlässliches Helferteam haben in der Pfarrkirche wieder ein Gesamtkunstwerk aus Naturmaterialien aufgebaut. Foto: P. Stollenwerk

Höfen. Die ersten Besucher können es gar nicht abwarten. Sie schauen sich bereits erwartungsfroh in der Krippenbaustelle um und freuen sich auf den Tag, wenn die Stimme des singenden Hirte wieder aus dem Hintergrund erklingt und das Gotteshaus mit andachtsvoller Atmosphäre erfüllt.

Auch in diesem Jahr wird es in der Weihnachtszeit wieder an die 10.000 Menschen nach Höfen in die Pfarrkirche St. Michael ziehen, wo Reiner Jakobs seine überwältigende, über 20 Meter breite und acht Meter hohe Landschaftskrippe errichtet hat.

Ab kommenden Samstag, 3. Dezember wird der 70-Jährige dann als singender Hirte mit Felljacke und Schäferhut ganz bescheiden in der Krippe für fast zwei Monate seinen Platz einnehmen und begleitet von Panflöte, Gitarre und Mundharmonika die schönsten Weihnachts- und Volkslieder passend zur Jahreszeit erklingen lassen. „Den ganz Tag läutet schon das Telefon”, erzählt Reiner Jakobs. Zahlreiche Gruppen wollen sich für einen Besuch anmelden.

Zum 21. Mal hat Multitalent Reiner Jakobs bereits sein großartiges Kunstwerk aus Naturmaterialien im Chorraum der Kirche errichtet, und von Beginn an geht der Spendenerlös der Besucher an die Kinderkrebsstation im Aachener Klinikum. Deren Chefarzt, Professor Dr. Rolf Mertens, konnte er allein im letzten Jahr die enorme Summe von rund 32.000 Euro für für die Station überreichen. Das ist jedesmal ein bewegender Moment für Reiner Jakobs, der sich stets auf die großzügige Unterstützung der Besucher aus Nah und Fern verlassen kann.

Verlassen kann sich Reiner Jakobs auch auf seine tatkräftigen Helfer, die ihn mit handwerklichem Geschick beim Aufbau der Monumentalkrippe seit Jahren unterstützen. Seit 17 Tagen ist das Team um Franz Roder, Engelbert Roder, Klaus Schülter, Rudi Rader und Erich Jakobs bereits im Einsatz, damit der singende Hirte pünktlich am Samstag ab 12 Uhr starten kann.

56 Tage, acht Stunden täglich, wird Reiner Jakobs ab dann in der Krippe verbringen; mal singt er vor einer Handvoll andächtig lauschender Besucher, mal erklingen „Ein schöner Tag” oder „St. Niklas war ein Seemann” vor vollem Haus. Ein volles Haus wird es sicher am 18. Dezember geben, wenn Deutschlands bekanntester Volkssänger Heino vor der Kulisse der Landschaftskrippe in der Höfener Pfarrkirche zum Weihnachtskonzert nach Höfen einlädt.

Rund 250 Tiere, die man in den heimischen Wäldern findet, haben in der Krippe Platz gefunden, angefangen vom Eichhörnchen bis zum hoch über der Krippenlandschaft schwebenden Greifvogel. Einen Blickfang bieten dazu noch die rund 50 von Hirtenhand selbst hergestellten Schafe. Nicht weniger staunt der Besucher über die Fülle von Details, seien es die originalgetreu hergerichtete Zimmermanns-Werkstatt, das Plätschern des Mühlrades oder die phantasievoll gestalteten Waldlandschaften. Ins Auge fällt auch die rund acht Meter große Edeltanne, die aus dem Garten von Hans-Hubert und Marita Dinger stammt. Diesen Baum sicher zu platzieren und dafür zu sorgen, dass das Wasser durch den kleinen Bach fließt, sind die kniffligsten Aufgaben beim Aufbau der Krippe.

Morgen Mittag ist die Krippe komplett fertig, und dann steht für Reiner Jakobs der Rollenwechsel vom Handwerker zum singenden Hirten an. Ein strammes Programm erwartet ihn in den nächsten beiden Monaten, vor allem darf er sich nicht erkälten. Keine Sorge hat der singende Hirte, dass ihm die Stimme versagt: „Dafür sorgt schon der liebe Gott.”

Die Landschaftskrippe in der Pfarrkirche St. Michael Höfen ist von Samstag, 3. Dezember 2011 bis Sonntag, 29. Januar 2012 zu sehen. Der singende Hirte Reiner Jakobs ist täglich von 10 bis 18 Uhr im Einsatz. Telefonische Anmeldung und Information für Gruppen bei Reiner Jakobs; Tel. 02472/1373 oder beim Pfarramt Monschau, Telefon 02472/2355, krippe-hoefen@gmx.de
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