Simmeraths Hundehalter sollen Kot ihrer Tiere beseitigen

Von: Andreas Gabbert
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16 Hundekotbeutelspender (hier am Eiserbachsee in Rurberg) gibt es in der Gemeinde Simmerath: Auf diese Weise werden rund 60.000 Beutel an die Hundehalter verteilt. Trotzdem gibt es immer wieder Beschwerden. Foto: P. Stollenwerk

Nordeifel. Hundekot auf öffentlichen Straßen, Gehwegen und Plätzen ist für viele Leute ein Ärgernis – auf privaten Grundstücken erst recht. In den vergangenen Wochen sind deswegen beim Ordnungsamt der Gemeinde Simmerath mehrfach Klagen und Unmutsäußerungen eingegangen.

Die Beschwerdeführer drängen auf ein intensiveres Einwirken der Behörden auf die Hundehalter. Das hat die Gemeinde zu einer öffentlichen Bekanntmachung veranlasst.

„Da mir ein persönliches Anschreiben als zu aufwendig erscheint, wende ich mich auf diesen Wege an alle Hundehalter im Gemeindegebiet. Eventuelle ‚Hinterlassenschaften‘ von Hunden stellen Verschmutzungen dar und sind im öffentlichen Verkehrsraum und in den Anlagen unverzüglich zu beseitigen.

Auf privateigenen Flächen kann eine Kotverschmutzung sogar eine Sachbeschädigung darstellen, weshalb auch eine solche unverzüglich beseitigt werden sollte“, schreibt der neue Beigeordnete der Gemeinde Simmerath, Bennet Gielen, in der Bekanntmachung.

„Es ist doch eigentlich ganz einfach, den Kot seines ‚treuen Begleiters‘ zu beseitigen. Es bedarf dazu lediglich einer handelsüblichen Plastiktüte oder eines Hundekotbeutels aus dem Fachhandel – die Tüte einfach überstülpen, den Haufen aufnehmen und die Tüte verknoten.

Der Transport zum nächsten öffentlichen Abfallbehälter oder zur eigenen Mülltonne dürfte auch kein Problem darstellen. So wende ich mich auf diesem Wege an alle Hundehalter mit der Bitte um entsprechende Rücksichtnahme. Entfernen Sie entstandenen Hundekot innerorts und auch in der ‚freien Landschaft‘“, fordert der Beigeordnete in der Bekanntmachung.

Die Beschwerden kämen aus dem gesamten Gemeindegebiet und seien nicht auf einen Ort oder bestimmte Straßen beschränkt, erläutert der Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Simmerath, Bruno Wilden, auf Anfrage. „In den letzten zwei Monaten gab es keinen Tag ohne Beschwerden“, sagt Wilden.

Anders sieht das im Stadtgebiet Monschau aus. Dort gebe es keine größeren Beschwerden, sagt der Leiter des städtischen Ordnungsamtes, Vinzenz Klein. Natürlich seien immer wieder Fälle von Verschmutzung von Hundekot zu beobachten, insbesondere nach der Schneeschmelze kämen sie zum Vorschein.

Es handele sich aber nicht um ein aktuelles Problem. Anders sei die Situation gewesen, als die Stadt innerhalb der Monschauer Altstadt noch nicht vier Hundekotbeutelspender aufgestellt habe. Rund 30.000 Beutel werden nach Angaben des Ordnungsamtes so jedes Jahr ausgegeben.

Auch in der Gemeinde Simmerath gebe es 16 dieser Hundekotbeutelspender, vor allem an beliebten Spazierwegen und an zentralen Anlaufpunkten der Touristen, sagt Wilden. Rund 60.000 Hundekotbeutel würden so im Jahr an die Hundehalter verteilt.

Gefahr für Nutztiere

In der Gemeinde Roetgen gibt es neun dieser Spender – sechs in Roetgen, zwei in Rott und einen in Mulartshütte. Rund 55.000 Beutel werden hier jährlich entnommen. Verstärkte Beschwerden gebe es zurzeit nicht, sagt Dirk Recker als Leiter des Ordnungsamtes der Gemeinde Roetgen.

Es komme aber immer wieder vor, dass die Hinterlassenschaften der Hunde von deren Haltern nicht entsorgt würden. Das sei insbesondere an den beliebten Spazierrunden und den Zuwegungen zu Feldwegen zu beobachten.

Auch für viele Landwirte sind die Hinterlassenschaften der Hunde auf ihren Feldern ein Ärgernis, weil sie eine Gefahr darin sehen, wenn der Hundekot in das Futter der Nutztiere gelangt.

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