Simmerath - Simmerather Sonnenfunken: Anima Leister für Kraremann-Orden

Simmerather Sonnenfunken: Anima Leister für Kraremann-Orden

Von: ew
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Anima Leister (mit Blumen) in Mitten des Vorstandskollegiums der Sonnenfunken: Für ihre Verdienste wurde sie mit dem Kraremann-Orden ausgezeichnet. Foto: Erwin Finken
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Im Rahmen der „Wohnzimmersitzung“ der Simmerather Karnevalisten wurde auch der langjährige 1. Vorsitzende Torsten Gerads verabschiedet.

Simmerath. Die Karnevalsgesellschaft Sonnenfunken Simmerath hatte eingeladen zur ersten kleinen Sitzung, auch „Wohnzimmersitzung“ genannt. Der 2. Vorsitzende Stefan Haas begrüßte die zahlreichen Gäste und die blau-gelbe Schar der aktiven Sonnenfunken, an der Spitze Prinz Frank I. (Peters) und seine Prinzessin Jessica (Langmatz).

Die Eisbrecher-Rolle des karnevalistischen Treibens meisterte der Profi-Büttenredner Schmitz-Backes hervorragend. Mit seinen Zaubertricks und begeisternden Sprüchen verzauberte er unter Einbeziehung des Publikums die Gäste in Simmerath, das er als „Weltkulturstadt und Perle der Eifel“ bei seinem zweiten Auftritt in zwei Jahren lieb gewonnen habe.

Höhepunkt des Abends

Nach der Verabschiedung des bisherigen 1. Vorsitzenden Torsten Gerards (siehe Box), entführte die Showtanzgruppe „Sugar babes and boys“ der KG Sonnenfunken die Zuschauer mit dem „Ghostbuster-Tanz“ in eine Geisterwelt.

Die Krönung des Abends aber wurde die Verleihung des diesjährigen Kraremann-Ordens. Dieser Orden wird seit 2002 jährlich an eine Person verliehen, die bei der KG besondere Verdienste erworben hat. Als 14. Ordensträgerin hatte der Vorstand Anima Leister als weiblichen Aktivposten auserkoren.

Sie gehört zu einer „Sonnenfunken-infizierten Familie“ mit insgesamt sechs Aktiven, dem Ehemann und vier Kindern. Ihren ersten karnevalistischen Auftritt hatte sie 1999 als Sängerin mit Michael und Thomas Haas. Fünf Jahre diente sie als 2. Kassiererin und bis heute als Fanartikel-Verkäuferin.

Sie gehört zu den Marketenderinnen und kümmert sich um die Organisation und Planung der beliebten Karnevalsmesse (8. Februar). Als geborene Düsseldorferin bringt sie immer wieder persönliche Ideen ein. Stefan Haas verlieh ihr unter Beifall des Publikums den 14. Kraremann-Orden, verbunden mit einer Urkunde und einem farbenfrohen Blumenstrauß.

Unter dem Motto „Mir spille kölsche Musik“ unterhielt die fünfköpfige Band „Pittermännche“ die Karnevalisten mit Karnevalsmusik. Die Gruppe aus dem belgischen Heppenbach fühlte sich wohl im „kleinen gemütlichen Saal“.

Gemäß dem diesjährigen Simmerather Karnevalsmotto „D‘r Vennwack und d‘r Kraremann fiere en Sömmert met alle Mann“ schleppte Ex-Prinz Paul Hoffmann eine riesige Vennwacken-Attrappe über die Bühne. Acht Ex-Prinzen hatten sich zu einer Kette mit schwarz-weißen Strumpfhosen miteinander verbunden, um im Tanz gemeinsam zu dokumentieren: „Echte Fründe stonn zesamme…“.

Zu Ehren des Prinzen Frank I. fegten zwölf Mädels der Prinzengarde über das Parkett. Es folgte der lang ersehnte Auftritt des Simmerather Urgesteins, Christian Haas, als „Ene janz normale Jeck“. Es wurde für ihn der 117. Auftritt in der Bütt. Neben allgemeinen Witzen aus dem Leben präsentierte er in gewohnter deftiger und kräftiger Manier auch die lokalen „Sömmert News“:

Er erinnerte an die Einweihung des neuen Kunstrasen-Sportplatzes im letzten Mai- bei starkem Regen und dankte den fleißigen ehrenamtlichen Arbeitern. Lobende Worte fand er für das gemeinsame Jubiläumsfest der KG und dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr im Mai vergangenen Jahres. Kein Verständnis hatte er für den Abriss alter Gebäude, die durch moderne Kastenbauweise ersetzt würden. Als Dank erhielt der Humorist den Prinzenorden, eine Kleinigkeit im Couvert und eine lautstarke Saalrakete.

Die befreundete 15-köpfige Showtanzgruppe „Ride and Dance“ vom Motorsport-Club Kleinhau fegte in Lederkleidung über die Bühne.

Das amtierende Prinzenpaar kontrollierte, welche ihrer Gebote seit der Proklamation im November bereits erfüllt wurden. Unter dem Motto „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ präsentierte das Gefolge einen sehenswerten Tanz, der mit einer weiteren Saalrakete belohnt wurde.

Sitzung wird wiederholt

Auch der nachfolgende Auftritt von Prinzenmariechen Isabel Haas erntete nach gewagten Spagat-Sprüngen verdienten Applaus. Die Ehrengarde mit circa 25 Gardisten, begleitet von ihrem Tanzmariechen, Mona Berzborn, zeigte, dass sich die Mühen des wochenlangen Trainings gelohnt haben. Beim Finale traten alle Aktiven gemeinsam auf und sangen das Lied der Simmerather Sonnenfunken.

Stefan Haas, assistiert von Wilfried Krieger, erwies sich wieder mal als erfahrener Conferencier und bedankte sich nach Mitternacht beim aufmerksamen Publikum und allen Aktiven für die gezeigten Leistungen.

Außerdem verwies er auf die Kindersitzung am Sonntagnachmittag und die Wiederholung der Sitzung der Sonnenfunken am kommenden Samstag im Saal Ohlert in Huppenbroich.

Karnevals-Urgestein Torsten Gerards will sich zurückziehen

Im Rahmen der „Wohnzimmersitzung“ der Simmerather Karnevalisten wurde auch der langjährige 1. Vorsitzende Torsten Gerads verabschiedet.

Torsten Gerards hat sich nach seinen Worten „vorübergehend“ aus dem Vorstand zurückgezogen, um vielleicht in einigen Jahren wieder aktiv zu werden. In den vergangenen 17 Jahren leistete er viel ehrenamtliche Arbeit für die KG.

Im Jahr 1997 wurde er 2. Vorsitzender, kurz danach sogar 1. Vorsitzender. 2000 gründete er mit Wolfgang Ringens die bis heute stark gewachsene Ehrengarde. In der Session 2001/2002 stellte er mit seiner Frau Doris das erste Prinzenpaar. Im vergangenen Jahr war er Planer und Organisator des gemeinsamen Jubiläumsfestes mit dem örtlichen Spielmannszug.

Die KG dankte dem scheidenden Vorsitzenden und seiner karnevalsfreudigen Familie mit originellen „bayrischen Geschenken“ für die geleistete Vereinsarbeit. Alle Gruppen hatten ein Geschenk mitgebracht. Auch seine Frau Doris wurde mit einem bunt gesteckten Blumenstrauß bedacht. Für beide gab es außerdem einen Gutschein für eine dreitägige Erholungstour.

Die erste Saalrakete für Torsten gerads und seine Frau Doris schloss die Ehrung ab. Der Geehrte sagte Dank für 17 Jahre, die ihm 90 Prozent Spaß und zehn Prozent Ärger beschert hätten. Mit den Worten „Ich bleibe euch erhalten“ stimmte er ein in das gemeinsam gesungene Lied „Wenn man Abschied nimmt….“.

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