Simmerath - Simmerather Krankenhaus überraschend verkauft

Simmerather Krankenhaus überraschend verkauft

Von: zva/hes
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Simmerath. Das Simmerather St. Brigida-Krankenhaus bekommt überraschend einen neuen Träger. Wie am Abend bekannt wurde, übernimmt die „Artemed Kliniken GmbH” aus Tutzing das Simmerather Krankenhaus zum 1. September 2010 von der Malteser St. Elisabeth gGmbH. Der notarielle Kaufvertrag sei am Donnerstag unterzeichnet worden.

Die Mitarbeiter des Hauses wurden am Nachmittag über den Verkauf informiert. Das St. Brigida Krankenhaus solle als vollwertiges Haus der Grund- und Regelversorgung weitergeführt und sein konfessioneller Charakter erhalten werden, hieß es weiter. Zudem sollten alle Mitarbeiter übernommen werden.

Damit sei die Zeit der Unklarheit für die Menschen in der Nordeifel und für die Belegschaft beendet, sagte Artemed-Pressesprecherin Annerose Sandner.

Artemed plant nach eigenen Angaben, den kirchlichen Charakter des Krankenhauses soweit als möglich zu erhalten und habe sich auch zur Einhaltung der Bedingung des Kölner Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner verpflichtet. Die in Simmerath nach wie vor tätigen Schwestern der Cellitinnen behalten ihr Wohnrecht.

Die am Krankenhaus gelegene Altenhilfeeinrichtung Seliger Gerhard verbleibe bei den Maltesern und werde eng mit dem neuen Krankenhausbetreiber zusammenarbeiten, hieß es weiter.

Nachdem die Verhandlungen zur Übergabe an die Städteregion gescheitert waren, hatten Malteser und Artemed Gespräche aufgenommen, die innerhalb von etwa vier Wochen zum vertraglichen Abschluss gebracht wurden

Zur Führung des Simmerather Krankenhauses habe die Artemed Kliniken GmbH die St. Brigida GmbH & Co. KG gegründet. Zur Artemed Gruppe mit Sitz in Tutzing gehörten bislang fünf Krankenhäuser in Bad Oeynhausen, Hamburg, München, Feldafing und Tutzing sowie drei Seniorenzentren im Großraum Hannover.

„Die Artemed Kliniken ... legen größten Wert darauf, den Charakter der einzelnen Krankenhäuser vor Ort zu erhalten und jedes Haus auf individuelle Art und gemeinsam mit den Mitarbeitern weiterzuentwickeln. Dabei spielt auch die bauliche Weiterentwicklung der Kliniken eine große Rolle, um den Patienten beste Versorgungsqualität und ein optimales Umfeld für die Genesung bieten zu können”, heißt es in der Pressemitteilung.
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