Simmerather Genossen bündeln die Kräfte

Von: ale
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Die Simmerather SPD hat ihre Kräfte in einem gemeinsamen großen Ortsverein gebündelt und einen Vorstand gewählt (Bild). Dieser von Sozialdemokraten als „historisch” bezeichnete Akt vollzog sich am Freitag in Lammersdorf. Foto: Anneliese Lauscher

Lammersdorf. „Hier ist heute etwas Historisches passiert, und wir sind dabei gewesen”, formulierte am Ende der Versammlung Franz-Josef Hammelstein, langjähriger Vorsitzender des Ortsvereins Lammersdorf.

Am Freitag gründete sich ein neuer Ortsverein der SPD, er heißt „Sozialdemokratische Partei Deutschlands, Ortsverein Gemeinde Simmerath” und vereint die bisherigen Ortsvereine Eicherscheid, Lammersdorf/Paustenbach, Rurberg/Woffelsbach und Strauch/Simmerath.

Seit zwei Jahren haben die Genossen den Gedanken dieses Zusammenschlusses diskutiert; damit wird eine Bündelung der politischen Arbeit verfolgt, es sollen kurze Entscheidungswege geschaffen werden. Marc Topp, Ortsvorsteher von Rollesbroich und in diesem Amt in der Gemeinde roter Alleinunterhalter, sieht durchaus, dass einige Parteimitglieder ihrem kleinen Ortsverein nachtrauern könnten: „Da sind Strukturen über Jahre gewachsen.” Doch sieht die Absichtserklärung, die alle bisherigen Ortsvereinsvorsitzenden unterzeichnet haben, vor, dass „die Identität und Verbundenheit durch lokale Ortsgruppen erhalten bleibt”.

Es waren 29 stimmberechtigte Genossinnen und Genossen in den Lammersdorfer Hof gekommen, dazu Gäste aus dem Ortsverein Monschau.

So wurden Brigitte Olschewski und Roland Krökel gleich darum gebeten, das Stimmenzählen zu übernehmen, das machten sie ohne zu Zögern und mit großer Sorgfalt. Man hatte sich gründlich auf diese Versammlung vorbereitet und eine souveräne Versammlungsleitung gewählt: Martin Peters. Der junge Unterbezirksvorsitzende bewies Übersicht und Fingerspitzengefühl, an seiner Seite Stefan Kämmerling, der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende, außerdem der UB-Geschäftsführer Theo Niewerth, und der bisherige Vorsitzende des Gemeindeverbands Simmerath, Manfred Sawallich.

Noch einmal erinnerte Sawallich an das gemeinsame Votum aller Ortsvereine, diesen neuen Ortsverein zu gründen; er appellierte an die Solidarität der Genossen. Er hatte für jeden Vorsitzenden der ehemaligen Ortsvereine ein originelles Präsent mitgebracht. Dann schritt man zur Wahl.

Siegfried Peeters Vorsitzender

Alle Vorstandsmitglieder wurden mit deutlicher Mehrheit gewählt. Vorsitzender des neuen Ortsvereins wurde Siegfried Peeters, ihn werden Manfred Sawallich und Siegfried Lauscher vertreten. Zum Kassierer wurde Edgar Titz gewählt, zum Schriftführer Norbert Brewer, sein Stellvertreter wurde Stephan Kaever. Seniorenbeauftragter ist nun Hans Claessen, Winfried Dick vertritt ihn. Grundsätzlich sollen zehn Beisitzer im Vorstand mitarbeiten, am Freitag wurden neun gewählt, und zwar Franz-Josef Hammelstein, Gregor Harzheim, Otto Jungblut, Marlis Titz, Marc Topp, Martina Achterberg, Herbert Bachhoven, Wolfgang Franzen und Gabriele Keutgen-Bartosch.

In seinem Referat über die Gemeindepolitik hob der Fraktionsvorsitzende der SPD, Gregor Harzheim, einige aktuelle Punkte heraus, so zum Beispiel das Bestreben, sich in Sachen Schulpolitik mit den Nachbarkommunen Monschau und Roetgen an einen Tisch zu setzen. „Wir haben immer schon darauf hingewiesen, dass die Hauptschule eine ungesicherte Zukunft hat. Die Gemeinschaftsschule mit zwei Standorten, Simmerath und Monschau, kann hoffentlich mit dem Schuljahr 2012/13 starten”, so Gregor Harzheim.

Dass die Gehwege an Übergängen abgesenkt werden, womit eine Erleichterung für alle Bürger/innen gegeben sein wird, die mit Kinderwagen oder Rollator unterwegs sind, sieht Gregor Harzheim auch als Erfolg des beharrlichen Insistierens der SPD.

Grundsätzlich wünscht er sich mehr Gespräche, mehr Austausch im Rat der Gemeinde Simmerath. Und dem Haushalt werde die SPD am Dienstag nicht zustimmen, wenn die Grundsteuer B über 420 Prozentpunkte ansteigen sollte.

CDU-Antrag nur für 2010

Stefan Kämmerling griff die Thematik der Abwassergebührenbeihilfe auf. Er habe recherchiert, dass im Wahljahr von der CDU (Axel Wirtz) im Landtag ein Antrag für diese Beihilfe gestellt worden sei, der sich ausdrücklich auf das Jahr 2010 beschränkte. Er wolle nun Axel Wirtz auffordern, diesen Antrag erneut zu stellen.

Brigitte Olschewski, die Ortsvereinsvorsitzende der SPD Monschau, die sich für die partnerschaftliche Zusammenarbeit bei den Simmerathern bedankte, hatte ein nützliches Geschenk mitgebracht: eine Klingel, mit der man die Aufmerksamkeit erhöhen und die Redezeit beenden kann! „Das wäre unsere nächste Anschaffung gewesen„, meinte lachend Siegfried Peeters.
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