Simmerath - Simmerather Bushof soll ein neues Gesicht bekommen

Simmerather Bushof soll ein neues Gesicht bekommen

Von: P. St.
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Kurzer Prozess: Die vier blauen Holz-Wartehallen am Simmerather Bushof werden nach 20 Jahren abgerissen. Foto: P. Stollenwerk
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Auch die im Laufe der Jahre angesammelten Farbschmierereien verschwinden jetzt. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Die Schaufel des Frontladers hat das Thema schnell erledigt. Mäßiger Druck genügt, um die kleinen Wartehäuschen auf die Seite zu legen. Seit Montag ist der Bauhof dabei, dem Simmerather Bushof einen neues Gesicht zu geben.

Die vier kleinen blauen Wartehäuschen aus Holz, bei ihrer Aufstellung im Jahr 1994 von einem Simmerather Kommunalpolitiker verächtlich als „Schafställe“ bezeichnet, werden in diesen Tagen abgerissen und später durch Glas-Unterstände ersetzt. Dies soll in etwas drei Wochen erfolgen.

Der Busbahnhof in Simmeraths Ortskern war als Visitenkarte schon länger nicht mehr vorzeigbar. Schuld am heruntergekommenen Zustand des ehemaligen Marktplatzes waren vor allem die von Verfall und Verschmutzung gezeichneten blauen Holz-Wartehallen. Diese sollen nun durch gläserne Wartehallen ersetzt werden. 35.000 Euro lässt sich die Gemeinde Simmerath den Abbau der vier alten und die Neuerrichtungen der vier offenen und von allen Seiten einsehbaren Glas-Wartehallen kosten. Sollte eine größere Ausführung umgesetzt werden, wären sogar 41.000 Euro fällig.

Der Strukturausschuss hatte im Februar diese Maßnahme einstimmig beschlossen. Die Aufstellung der neuen Unterstellmöglichkeiten erfolgt in Absprache mit dem Aachener Verkehrsverbund. Die Kosten gehen aber komplett zu Lasten der Kommune.

Da wegen der Sommerferien die Schülertransporte ruhen, wurde gleich am ersten Ferientag mit der Aufmöbelung des Platzes begonnen. Der Abriss erfolgt in Abschnitten, so dass nach wie vor eine Spur für die an- und abfahrenden Busse frei bleibt.

Mit der Neugestaltung soll auch insgesamt eine Entspannung im Bereich des Bushofes erfolgen, da die bisherigen Wartehallen vielfach zweckentfremdet werden. Häufig halten sich hier Jugendliche auf, die mitunter zu Vandalismus neigen.

Die geschlossenen Holz-Wartehallen waren nur bedingt einsehbar, und in den lichtarmen Ecken sammelte sich ständig Unrat. Essensreste, Glasscherben und Getränkedosen gehörten hier zum Alltagsbild.

Nicht zum Zuge kam im Verlaufe der Diskussionen vor einem halben Jahr damals die UWG mit ihrem Vorschlag, auf dem Bushof-Gelände auch eine öffentliche Toilettenanlage zu errichten, da der Platz täglich von rund 1100 Nutzern frequentiert werde. Der Ausschuss aber wollte dem Anliegen nicht folgen, da man sich dadurch ein neues Problem schaffe, hieß es. Mit der Neugestaltung hofft die Gemeinde ebenfalls inständig, dass man sich kein neues Problem schafft, da die gläsernen Wartehallen zwar einerseits Transparenz schaffen, aber auch Vandalismus auslösen können.

Günter Kaulen von der Strukturabteilung der Gemeinde Simmerath erinnert daran, dass die nun gefundene Lösung eine intensive Diskussion, an der unter anderem Polizei und Jugendamt beteiligt gewesen, vorausgegangen sei.

Man gehe davon aus, dass die komplett einsehbaren Glas-Wartehallen potentielle Vandalen fernhalten würden. Sollte es dennoch vorkommen, dass Glasflächen beschmutzt würden, so ließen sich diese leichter reinigen als Holz- und Steinflächen.

Im Rahmen eines Förderprogramm war vor 20 Jahren der Bushof zentral auf den damaligen Marktplatz verlegt worden. Bis dahin hielten die Busse beiderseits der Hauptstraße, die ebenfalls im Zuge des Förderprogramms komplett neu gestaltet wurde.

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