Simmerath zählt mehr Gäste und 190.000 Übernachtungen

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Die Eifeler Plätze schneiden im neuen Campingführer recht gut ab. Foto: Archiv/Stollenwerk

Simmerath. „Wanderer willkommen - auch mit (schmutzigen) Wanderschuhen an den Füßen”, soll es bald in verschiedenen Betrieben heißen. Die (interessierten) Gastbetriebe (z.B. Restaurants) zu „wander- und radfreundlichen Betrieben” zu qualifizieren, dies ist gehört zu den Zielen der Rursee-Touristik GmbH für dieses Jahr

Dies berichtete Sebastian Lindt nun im Simmerather Strukturausschuss. Lindt ist seit September 2008 Geschäftsführer der Rursee-Touristik, deren Arbeit „hohe Qualität” hat, wie Christoph Poschen als Sprecher der CDU-Fraktion im Strukturausschuss und Vorsitzender der Rursee-Touristik betonte. Bei der Rursee-Touristik könne die Gastronomie sich „gut aufgehoben und angenommen fühlen”.

Im Bereich der Gemeinde Simmerath wurden im vergangenen Jahr rund 190.000 Übernachtungen gezählt. Dies bedeutet gegenüber zum Vorjahr ein Plus von 5,1 Prozent bei den Hotels und zwei Prozent bei den Ferienwohnungen. Erfasst werden lediglich Unterkünfte ab neun Betten.

Für dieses Plus gebe es vor allem auch diesen Grund, so Lindt: Zwei größere Betriebe haben im vergangenen Jahr ihre Tore wieder geöffnet: das Haus „Eifelgold-Rooding” mit 69 Betten in Erkensruhr (vormals Nadolny) und das „Haus am See” in Einruhr (Pleushütte) mit 19 Betten.

Mit besonderer Freude nahm der Ausschuss diese Daten zur Kenntnis: Zwar sei die mittlere Verweildauer der Gäste von 3,5 auf 3,2 Tage gesunken, doch die Verweildauer liege noch immer über der Verweildauer der Gäste in der Stadt Monschau, die im Durchschnitt bei 2,4 Tagen liegt. Auch die Auslastung der Betriebe in der Gemeinde Simmerath sei mit 38,3 Prozent höher als die Auslastung der Betriebe in der Nachbar-Kommune, die bei 35,8 Prozent liege.

Wildnis-Trail ist ein Renner

Die Rursee-Touristik setzt künftig verstärkt auch auf die Wanderer: Zu den besonderen Angeboten zählt dabei der „Wildnis-Trail”, der zum „richtigen Renner” geworden ist, wie Christoph Poschen es unlängst auf dem Jahresempfang der GmbH formulierte.

Der „Wildnis-Trail” bringt viele Gäste in die Eifel und an den Rursee, die als Wanderer dann zwischen Höfen im Süden des Nationalparks und Zerkall, der nördlichen Spitze des Parks, unterwegs sind. In vier Tagen gelangt man durch den Nationalpark Eifel, die Etappen sind zwischen 18 und 25 km lang.

Der Wanderweg bietet die Möglichkeit, den Übergang von Offenflächen und ehemaligen Wirtschaftswäldern zu Naturwäldern unmittelbar zu erleben Insgesamt ist der „Wildnis-Trail” etwa 85 Kilometer lang. Einzelheiten können bei der Rursee-Touristik in Rurberg erfragt werden. Dort kann auch ein Arrangement (Übernachtung, Gepäcktransport, Begleitung durch Nationalpark-Waldführer) gebucht werden.

Was alles auf dem „Trail” zu sehen und zu erleben ist, dies ist im Buch aus dem Kölner Bachem-Verlag „Der Wildnis-Trail im Nationalpark Eifel” (Herausgeberin ist Maria A. Pfeifer) nachzulesen.

Was hier in der Region noch fehlt, ist nach Ansicht von Hermann-Josef Bongard (FDP) eine ausgewiesene Route für Mountain-Biker. Ein geeignetes Gelände dafür sieht er auch im Bereich Buhlert, wie er im Strukturausschuss erläuterte.

Sebastian Lindt berichtete, dass der Kreis Aachen sich bereits mit dem Thema befasse, angestrebt werde ein „größerer Park” für Mountain-Biker, dies in enger Zusammenarbeit zwischen den Kreisen Aachen, Euskirchen und Düren.

Lindt verwies auf bereits vorhandene Routen für Radfahrer: Da ist die 230 Kilometer lange Eifel-Höhen-Route über Blankenheim, Einruhr, Hellenthal und Gemünd. Beliebt ist auch der 180 Kilometer lange Rur-Ufer-Radweg von der Quelle im Hohen Venn bis zur Mündung bei Roermond in die Maas.
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