Simmerath stellt sich dem demografischen Wandel

Von: P. St.
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Simmerath. Die Menschen werden älter, der Anteil junger Menschen an der Bevölkerung geht zurück, und immer weniger junge Menschen werden künftig mit hoch betagten Menschen zusammenleben. Dies ist keine Prognose, sondern die Realität des demografischen Wandels.

Dieser Wandel ist auch in der Gemeinde Simmerath angekommen und zwingt die Kommunen, auf die neue Entwicklung zu reagieren. Erste Ansätze wurden jetzt in der zweiten Sitzung des in Simmerath neugebildeten Generationen-, Schul- und Sozialausschusses diskutiert.

Grundlage ist eine bundesweite Studie der Bertelsmann-Stiftung, in der alle Kommunen auch konkret betrachtet werden. Demnach ist die Gemeinde Simmerath unter dem Demografietyp „Stabile Städte und Gemeinden im ländlichen Räum mit hohen Familienanteil” eingestuft worden.

Das hört sich nicht schlecht an, ist aber kein Anlass, die Hände in den Schoß zu legen. Dies hat man auch in der Gemeinde Simmerath nicht vor; außerdem ist bei der Städteregion eine Arbeitsgruppe eingerichtet worden, an der auch die Gemeinde Simmerath beteiligt ist. Hier soll auch ein Kompendium (eine Art Handbuch) erarbeitet werden, dass den Kommunen als Arbeitsgrundlage dienen soll und „relevante Handlungsfelder” herausarbeitet.

Hier sei die Gemeinde Simmerath bereits auf einem guten Weg, stellte Günter Scheidt (CDU), denn einige der genannten Handlungsfelder, wie z.B. bürgerschaftliches Engagement, Erhaltung des Schulangebotes und die frühzeitige Beteiligung von Bürgern an Planungsprozessen, seien bereits konkret angefasst worden.

Man solle sich auf den guten Prognosen für die Gemeinde nicht ausruhen, warnte Siegfried Peeters (SPD). Erstrebenswert sei eine höhere Qualifizierung von Jugendlichen an der Hauptschule, aber auch eine Verbesserung der Verkehrsanbindung an das Oberzentrum Aachen. Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns wies darauf hin, dass es in der Hauptschule bereits konkrete Ansätze gebe und in der nächsten Woche ein gemeinsames Gespräch mit den Hauptschulen Simmerath und Monschau sowie mit dem Berufskolleg Simmerath angesetzt sei.

Gisela Kampshoff-Enderle (Grüne) sah es mit Blick auf die Zukunft als wesentlich, die Eltern stärker in die Schulpolitik einzubinden, und Bildungsziele gemeinsam mit den Nachbarkommunen zu planen. Ein Ziel der Strukturentwicklung müsse auch sein, eine Zersiedelung der Ortslagen zu vermeiden.

Der Generationenausschuss kam zu der Auffassung, dass die demografische Entwicklung in Simmerath systematisch thematisiert werden soll, und auch der neugebildete Generationenbeirat in die einzelnen Themenfelder einbezogen werden soll.
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