Simmerath: Keine Kirche von Schließung bedroht

Von: lk
Letzte Aktualisierung:
12530978.jpg
Die Pfarrkirche wird auch weiterhin die Dorf-Shilhouette In Rurberg bestimmen: Zur Finanzierung von Baumaßnahmen am Gebäude wie auch an der Kirche in Dedenborn wurde in der Gemeinschaft der Gemeinden Simmerath ein Solidaritätsfonds gegründet. Foto: P. Stollenwerk

Simmerath. Das KIM-Projekt (kirchliches Immobilienmanagement) in der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Simmerath steht vor seinem Abschluss. Bei der Bezuschussung durch das Bistum Aachen bei Baumaßnahmen werden künftig in allen Gemeinden 33 Prozent der Kosten eingespart.

Die GdG Simmerath gründete daher die KIM-Projektgruppe, um ein Konzept zur weiteren Finanzierung zu erstellen. Die wichtigste Botschaft: Eine Schließung oder eine andere Nutzung einer der Kirchen oder Kapellen sei dabei nicht in Betracht gezogen worden, sagt Pastor Michael Stoffels aus Strauch, Leiter der GdG Selige Helena Stollenwerk Simmerath.

Oberstes Ziel war es, alle Kirchen und Kapellen zu erhalten. Dies sei schon bei den ersten Treffen deutlich geworden. Aus jedem Kirchenvorstand der einzelnen Gemeinden nahm neben drei Mitarbeitern des Generalvikariates und Pastor Stoffels ein Vertreter teil.

Da es nicht ausreichte, die Pfarrhäuser und Pfarrheime aus der Bezuschussung herauszunehmen, wurden auch die Kapellen Erkensruhr, Woffelsbach, Paustenbach und Huppenbroich und schließlich die beiden Pfarrkirchen Dedenborn und Rurberg aus der Bezuschussung durch das Bistum ausgeschlossen.

Letzteres sei als „besonders schmerzlich“ empfunden worden, schreibt Michael Stoffels im Juli-Pfarrbrief. Die Bezuschussung durch das Bistum bezieht sich dabei nicht auf die laufenden Kosten oder auf Verschönerungsarbeiten an den Gebäuden, sondern lediglich auf notwendige Baumaßnahmen zum Erhalt der Gebäude.

Besonders stolz ist Pastor Stoffels auf die solidarische Lösung, die gemeinsam gefunden wurde: Damit die beiden Pfarrkirchen nicht geschlossen werden müssen und Baumaßnahmen auch weiterhin möglich sind, wurde ein Solidarfonds eingerichtet, der die Finanzierung von notwendigen Baumaßnahmen sichern soll.

Jede der elf Kirchengemeinden verpflichtet sich nun, einen jährlichen Betrag einzuzahlen, angepasst an die Gemeindemitgliederzahl. Zusätzlich zahlt der Kirchengemeindeverband einen Sockelbetrag auf der Solidarkonto. Begonnen werden soll mit den Zahlungen im September, sagt Stoffels.

Die Reaktionen aus den Gemeinden zu dieser Entscheidung seien sehr positiv gewesen, so Stoffels. Der Fonds wurde zunächst für die nächsten zehn Jahre eingerichtet. „Der KIM-Prozess hat deutlich gemacht, dass wir in der Gemeinschaft der Gemeinde gute und tragfähige Lösungen finden können“, heißt es weiter im Pfarrbrief. Damit setze man auch innerhalb des Bistums Aachen ein Zeichen. Wie es nach den zehn Jahren weitergehe, müsse man sehen. Aktuell stehen in der GdG keine notwendigen Baumaßnahmen an.

Abschließend verweist Stoffels aber noch einen anderen Aspekt. Beim KIM-Projekt gehe es nur um die Gebäude. Entscheidend dafür, dass Kirchen und Kapellen und Gotteshäuser weiterhin diese Bezeichnung verdienten, sei aber, wie diese weiterhin genutzt würden und dass sie weiterhin „Häuser des Gebets sind.“

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert