Simmerath investiert 125.000 Euro in marode Straßen

Von: hes
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In Strauch muss an der Kölner Straße im Bereich Kirche und Feuerwehr dringend etwas an der Bordsteinanlage getan Foto: P. Stollenwerk
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Eine der Baustellen, die demnächst in Angriff genommen werden: Das Natursteinpflaster auf dem Verbindungsweg zwischen Kirchplatz und Bruchstraße soll aufgenommen und neu verlegt werden, da es die ein oder andere Stolperfalle für Fußgänger, Rollstühle und Kinderwagen aufweist. Foto: Heiner Schepp

Simmerath. Der milde Winter 2013/14 hat es gut gemeint mit den Straßen, die normalerweise um diese Jahreszeit vom Streusalz gezeichnet und vom Räumschild ramponiert sind. So besteht auch für die Städte und Gemeinden vielleicht die Chance, den über Jahre aufgelaufenen „Investitionsstau“ in Sachen Straßensanierung ein wenig abzuarbeiten.

Insgesamt 125.000 Euro nimmt die Gemeinde Simmerath in diesem Jahr in die Hand, um in jedem Ort zumindest eine Straße oder einen Gehweg zu reparieren. Der Tiefbauausschuss hat jetzt Mittel in dieser Höhe zur Deckung des Straßen- und Wirtschaftsinstandsetzungsprogramms 2014 bewilligt.

Im November hatte die Gemeinde alle Ortsvorsteher gebeten, die dringend notwendigen Reparaturen zur Verkehrssicherung und Substanzerhaltung von Straßen und Wirtschaftswegen anzuzeigen. Die gemeldeten Schäden wurden dann vom Bauamt der Gemeinde bewertet und in die Prioritätenliste aufgenommen, die damit aktuell stolze 97 Maßnahmen aufzeigt. Bewertet wird die Dringlichkeit der Instandsetzung nach Schadensbild und Verkehrsbedeutung, auch gibt die Prioritätenliste die vorgesehenen Arbeiten und die geschätzten Kosten an, die in der Arbeitsvorlage von 160 bis über 40.000 Euro liegen.

Ein gutes Dutzend der aufgelisteten Maßnahmen soll nunmehr kurzfristig unter Mitwirkung des Monschauer Ingenieurbüros Roder vergeben und vollständig in diesem Jahr durchgeführt und abgerechnet werden, so die Gemeindeverwaltung.

Darunter ist übrigens auch noch eine Maßnahme aus 2013: In Einruhr konnte die neue Deckschicht im Bereich der Wollseifener Straße im vergangenen Jahr aufgrund der Vollsperrung der Römerstraße nicht eingebaut werden.

25.000 Euro für Wirtschaftswege

Neben den Gemeindestraßen sollen auch 2014 Instandsetzungsarbeiten an Wirtschaftswegen durchgeführt werden. 30.000 Euro beträgt dafür der Haushaltsansatz, wovon aber 5000 Euro für eventuelle Sofortmaßnahmen zurückgestellt werden. Mit den verbleibenden 25.000 Euro werden an der Simmerather Mühle in Witzerath das untere Teilstück und in Lammersdorf Auf dem Wollerscheid der Anfang des dortigen Wirtschaftsweg erneuert.

Nicht nur für die Sanierung der Gemeindestraßen und Wirtschaftswege nach Prioritätenliste hält der Haushaltsplan 2014 Mittel bereit. Für die beauftragte viermalige Senkenreinigung stehen weitere 15.000 Euro, für Sofortmaßnahmen zur Sicherstellung der Verkehrssicherungspflicht rund 30.000 Euro zur Verfügung.

„Vielleicht kommt ja irgendwann der Tag, an dem die Liste abgearbeitet und alle Straßen in Ordnung sind“, frohlockte Jens Wunderlich. Der nahezu ausgefallene Winter jedenfalls ist ein Hoffnungsschimmer auf dem Weg dorthin.

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