„Sielmanns Natur-Ranger“ engagieren sich für Naturschutz

Von: M. S.
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Neue überlebenswichtige Angebote zum Brüten von Vögeln und Solitärbienen! In der Werkstatt von Schreinermeister Schütt entstehen Vogel–Nistkästen und Brutbaumscheiben für Solitärbienen. Foto: Manfred Schmitz

Nordeifel. Schneeflocken groß wie Euromünzen wirbelten jetzt über Mützenich. Und doch hat für die dort beheimatete Venndorf-Sektion der bundesweit operierenden „Sielmanns Natur–Ranger“ der Frühling schon begonnen.

Denn die Nordeifeler Jugendorganisation der Heinz–Sielmann–Stiftung machte die Mützenicher Werkstatt der Schreinerei Herbert Schütt zum dringend benötigten (Über-)Lebenshort für Meisen und andere heimische Kleinvögel.

Kurth Holtvoeth, sein Stellvertreter Gregor Plum und ihre engagierte jugendliche Helferschar fertigten die letzten Exemplare einer Charge von insgesamt zwölf Nistkästen. „Wir achteten durch unsere spezielle Konstruktion besonders darauf, dass die Nistkästen ihre gefiederten Bewohner insbesondere vor Marder–Angriffen schützen“, erklärt Holtvoeth. Er ist seit 1998 Nordeifeler Teamleiter und hat sich seither mit seinen jungen –Freunden oft „als starker Partner für die Belange der Natur eingesetzt“.

Holtvoeth, Plum und Mitstreiter möchten „junge Menschen motivieren, aktiv zu werden und sich für eine lebenswerte Zukunft im Einklang mit der Schöpfung starkzumachen“. Die neuen Brutstätten sollen in den kommenden Tagen an Hauswänden und Bäumen befestigt werden. Manches Eigenheim für Familie Meise & Co. ist bunt bemalt, also auch optisch ein Blickfang für potenzielle Bewohner wie tierliebende Zeitgenossen.

Sielmanns Ranger haben in der Vergangenheit bereits durch engagierte Aktionen auf sich aufmerksam gemacht. So etwa bei Renaturierungsaktionen von Eifeler Bachauen und Flusstälern, in denen riesige Fichtenkolonien auf angemessenen Flächen zuvor darauf angestammten Eifelbäumen wie Buchen weichen mussten.

Parallel zur Montage neuer Nisthilfen installieren Holtvoeth und sein Team momentan auch Baumscheiben für bald ausschwärmende Solitärbienen. Sie brüten – anders als ihre verwandten Honigbienen, nicht in Völkern großer Population, sondern sind als extrem artengefährdete „Einzelgänger“ auf Bruträume zur Eiablage angewiesen. Diese Röhren verschaffen ihnen Sielmanns Ranger buchstäblich durch Dickbrettbohren.

Professor Heinz Sielmann (1919 bis 2006) sah es als seine Lebensaufgabe an, Kinder und Jugendliche zum verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur anzuhalten: „Wer durch persönliches Erleben die Natur kennen und lieben lernt, wird sie aus eigener Verantwortung schützen. Kinder von heute sind Anwälte der Geschöpfe unserer Umwelt von morgen“.

Wer sich über die faszinierende und gemeinnützige Arbeit der Mützenicher Ranger als Nachfolger des großen Wissenschaftlers Sielmann informieren möchte, dem erteilt Kurth Holtvoeth gern Auskunft (Rufnummer 02472/3211160).

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