Siebenköpfiges Ensemble Oirfia begeistert Zuhörer

Von: Helga Giesen
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Roetgen. Mit abwechslungsreichen Klängen aus dem keltischen Kulturkreis gestaltete die Gruppe Oirfia zum Ausklang der weihnachtlichen Festzeit ein Konzert in der evangelischen Kirche in Roetgen.

Das siebenköpfige Ensemble aus dem belgisch-deutschen Grenzgebiet zwischen Aachen und Jalhay stellte vorwiegend Traditionals aus Irland und Schottland vor und setzte dazu die typische Harfe sowie Gesang, verschiedene Zupf- und Streichinstrumente, Flöten und Tin-Whistles, Hackbrett und Percussion ein.

Als Hausherr richtete Pfarrer Wolfgang Köhne einen Willkommensgruß an die Akteure wie an die Zuhörer, die sich hatten neugierig machen lassen auf ein ungewöhnliches Programm.

Die Musikerinnen und Musiker hatten Instrumentalstücke und Lieder ausgewählt, die besinnlich, festlich oder heiter-melancholisch, aber auch mit flotten tänzerischen Rhythmen die Weihnachts- und Winterzeit in den Mittelpunkt stellten. Obwohl die meisten Stücke aus dem 16. bis 19. Jahrhundert stammten, wirkten sie frisch und mitreißend und zogen die Zuhörer schnell in ihren Bann.

Bernward Sutmann gab eine kurze Einführung zu den Stücken. Zum Auftakt mit einer Instrumentalversion des traditionellen französischen Liedes „Noel Nouvelet“ wurden Kerzen entzündet und so der stimmungsvolle Rahmen unterstrichen. Drei weiteren Instrumentalstücken aus dem 18. Jahrhundert schlossen sich das Adventslied „Veni, veni, Emanuel“ und das Wiegenlied „Christ Child’s Lullaby“ an, das in Schottland traditionell zur Mitternachtsmesse gesungen wird.

Ein weiterer Instrumental-Block war dem irischen Komponisten und Harfenspieler Turlough O‘Carolan (1670 – 1738) gewidmet, der bis heute prägend für die Musik von der Grünen Insel ist und als irischer National-Komponist gilt. Es folgte ein englisches Traditional: „The seven Rejoices of Mary“ besingt die sieben Freuden Mariens von der Geburt ihres Sohnes bis zur Auferstehung. Ins schottische Hochland entführten einige Tänze, bevor mit einem weiteren Lied der Weg nach Spanien führte. Aus dem 16. Jahrhundert stammt „Riu, Riu, Chiu“ – der Ruf der Nachtigall berichtet von der Geburt Christi. Drei Balladen aus Schottland waren anschließend in einem letzten Instrumental-Block vereint.

Fulminante Percussions

Eines der Highlights des Konzerts, „Archibald McDonald“ mit einem fulminanten Percussion-Solo, hatte sich Oirfia für die Zugabe aufgespart. Nach dem englischen Weihnachtslied „In the Bleak Midwinter“ verlöschte wieder Kerze um Kerze zu dem letzten kurzen Instrumentalstück „Miss Gordon of Gight“ und damit ging unwiderruflich ein Konzert zu Ende, das die Zuhörer rundum begeistert hatte.

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