Sicherheit in Simmerath als abendfüllendes Programm

Von: ale
Letzte Aktualisierung:
In angeregter Gesprächsrunde
In angeregter Gesprächsrunde „Sicher in Simmerath”: Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, Städteregionsrat Helmut Etschenberg, der Journalist Wolfgang Habedank,Uwe Pasternak, Norbert Eskens und Christian Förster (v. li. n. r.). Foto: Anneliese Lauscher

Eicherscheid. Einen starken Auftakt gab es in der Eicherscheider Tenne zur Veranstaltung „Simmerath plus 2012”, als der Gitarrist Tony Hudspeth vor knapp 100 Gästen in die Saiten griff.

Simmeraths Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns hatte am Freitag zu einem abendfüllenden Programm eingeladen zum Thema „Gemeinsam für ein sicheres Simmerath”.

Mit „Proud Mary” fing der Gitarrenkünstler an, bei dem rockigen Klassiker wippten gleich alle Füße. Gänzlich unaufgeregt trat der bekannte Musiker aus Hammer auf, voller Spielfreude.

Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns bedankte sich herzlich für diese Bereicherung des Programms. Er begrüßte den Landtagsabgeordneten Axel Wirtz und zahlreiche Vertreter aus dem Rat, aus den Schulen und Vereinen. Die Podiumsdiskussion „Sicher in Simmerath” leitete der Journalist Wolfgang Habedank, Teilnehmer waren neben Bürgermeister Hermanns Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Polizeidirektor Uwe Pasternak, Norbert Eskens, der stellvertretende Pressesprecher der Vekehrswachten des Regierungsbezirks Köln, und Christian Förster, der Leiter der Simmerather Feuerwehr.

Helmut Etschenberg begann mit einer kurzen Bestandsaufnahme: In Simmerath lebe man in einem vergleichsweise „komfortabel ausgestatteten Sicherheitsgefüge”. Er erwähnte das Krankenhaus, das eine „sensationell gute Entwicklung” aufweise, die gute Versorgung durch Rettungsdienste und das Notarztsystem sowie die modern ausgerüstete Feuerwehr.

Karl-Heinz Hermanns ergänzte, dass hier 13 Löschgruppen für 15 500 Einwohner zur Verfügung stehen; die flächenmäßig größte Gemeinde im Altkreis Aachen habe die meisten aktiven Feuerwehrleute. Er appellierte, wenn auch in unserem Raum die Statistiken zur Kriminalität niedrig seien, nicht die Präsenz der Polizei zu beschneiden. Die Anwesenheit der Polizei gebe der Bevölkerung ein Sicherheitsgefühl.

Werbung für Rauchmelder

Uwe Pasternak hob hervor, zum Rurseefest habe man im letzten Jahr mehr Personal hingeschickt; dies halte gewisse Gruppen davon ab, hier aufzutreten (gemeint war zum Beispiel die Kameradschaft Aachener Land).

Ein „Klima der zunehmenden Aggressivität” im Straßenverkehr hat Norbert Eskens beobachtet. Er wies auf Maßnahmen der Verkehrswacht Düren hin, wo man in die Schulen gehe, um Fahranfängern ein Gefühl für Rücksichtnahme und Kommunikation im Straßenverkehr zu vermitteln.

Christian Förster beschrieb aus der Sicht der Feuerwehr, wie wichtig erste Maßnahmen beim Ausbrauch eines Feuers sind: Zuerst die Feuerwehr rufen! Löschversuche seien meist nicht sinnvoll. „Wenn es sich um einen glimmenden Adventskranz handelt, könne man natürlich den Brand ersticken. Aber grundsätzlich gilt: Alles, was Leben und Gesundheit von Menschen gefährdet, unterlassen!” Rauchmelder gehörten in jeden Haushalt.

Aus dem Publikum kam eine Frage an die Polizei: Wenn man nachts eine verdächtige Person auf dem Grundstück bemerkt und die Polizei ruft, wie lange dauert es, bis sie eintrifft? Ein wenig konnte Uwe Pasternak sie beruhigen: Da nachts keine hohe „Einsatzdichte” herrsche, könnten die Beamten schnell da sein, je nachdem aus welchem Gebiet der Hilferuf kommt, könnte es 20 Minuten dauern.

Selbstverteidigung üben die Mitglieder der Ju-Jutsu-Abteilung des RSV Rurberg. In einer beeindruckenden Demonstration zeigten Kinder, Jugendliche und Erwachsene, wie man sich wehren kann, wenn man es gut trainiert hat, wie man einen Angriff abwehrt. Sie trainieren Beweglichkeit, Schlagkraft und Körperbeherrschung; das macht selbstbewusst, erläuterte der Leiter der Abteilung, Robert Prümm.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert