Monschau - Show der großen Gefühle in alten Mauern begeistert Fans

Show der großen Gefühle in alten Mauern begeistert Fans

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Bot mit ihrem Auftritt beim Monschau-Festival auf der Burg eine Show der großen Gefühle: Vicky Leandros und ihre Band bewiesen, dass der Schlager alles andere als tot ist. Foto: Christoph Hahn

Monschau. Auch nach einer jahrzehntelangen Bühnenkarriere ist ihre Popularität immer noch ungebrochen. Mit Vicky Leandros war jetzt eine der ganz Großen aus der Welt des deutschsprachigen Schlagers in der Nordeifel zu Gast.

Für die Sängerin war die Begegnung mit dem historischen Gemäuer der Burg Monschau fast zu schön um wahr zu sein: „Wenn man vor dieser Kulisse steht – dann denkt man: Die ist nicht echt.“ Ganz und gar real ist für Künstlerin, die vor kurzem 65 geworden ist, ihre Beziehung zum Publikum.

Da ist sogar von ihrer Seite ein Quäntchen Verehrung im Spiel, denn: „Es ist nicht selbstverständlich, dass Sie mich durch alle diese Jahre begleiten.“ Damit das so bleibt, ließ sich der Star nicht lange bitten und bot eine Gala-Show, die das Publikum beim Monschau Festival zwei Stunden lang fesselte und immer wieder zu Begeisterungsstürmen hinriss.

Denn Vicky Leandros ist nach wie vor kolossal beliebt, und das bei ganz unterschiedlichen Menschen. Juchzen, Pfeifen, Klatschen und noch mehr – da fehlte kaum ein akustisches Mittel, um die eigene Begeisterung auszudrücken. Vicky Leandros ihrerseits blieb den Fans kaum etwas schuldig und zelebrierte ihre Bühnenshow wie ein Hochamt.

Die gebürtige Griechin erwies sich als erfahrene Darstellerin, die weiß, wie sie ein Lied mit großem Pathos füllt. Ihre Posen wirkten sehr geübt, wie aus Marmor gemeißelt, körperliche Bilder, die den Liedern und ihren Geschichten etwas Leibhaftes geben. Häufig geht es dabei um große Gefühle, will sagen: um die Liebe. Aber nicht nur. Ein ums andere Mal macht Vicky Leandros ihre Herkunft zum Thema und singt griechische Lieder.

International geht es aber nicht nur da zu. Während sich der Gast im Verlauf des Programms durch seine rund 50-jährige Karriere und ihre weltumspannenden Tourneen plaudert, präsentiert sie auch Songs auf Japanisch und Französisch. Und macht im Verlauf dieser klingenden Reise den Zuschnitt ihrer Karriere deutlich.

Natürlich fehlen auch nicht die Stücke, die sie berühmt gemacht haben. Als Zugabe schickt sie ihren Theo noch mal nach Lodz und hat ein weiteres Mal die Liebe gesehen. Barbra Streisands „Free Again“ würzt, sensibel interpretiert, das Repertoire zusätzlich. Das „Hallelujah“ des verstorbenen kanadischen Weltstars Leonard Cohen wirkte immerhin routiniert bis versiert, aber nicht unbedingt hundertprozentig inspiriert.

Auf jeden Fall weiß die Interpretin, wie sie mit den Zuhörern umgeht, sich ihnen zuwendet. Der Höhepunkt: eine Karaoke-Aktion, bei der sie mit zwei Helfern die Hang-Tribüne rauf und runter steigt und dabei die Menschen um sie herum zum Mitsingen animiert – mag die Stimme dafür nun reichen oder auch nicht.

Perfekt wird das Erlebnis auf der Burg durch die Band, die Routiniers am Keyboard und Klavier mit jungen Könnern vor allem an Schlagzeug, Bass und Gitarre verbindet. Durch Banner auf den hohen Wänden im Bühnenraum und eine effektvolle, dabei sehr ruhige Lichtregie entstehen weitere Effekte, die dem Konzerterlebnis gut bekommen und es wohltuend abrunden.

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