Sexuelle Gewalt noch immer ein Tabuthema

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Informieren zum Thema K.O.-Tropfen: Monika Bulin, Frauennotruf, und Andreas Hochstein, Apotheker, Simmerath

Imgenbroich. „K.O.cktail? Fiese Drogen im Glas” - Monika Bulin, Mitarbeiterin des Frauennotrufs Aachen, informiert über Möglichkeiten, wie sich Mädchen und Frauen schützen können, berichtet über Fälle aus der Aachener Region und stellt das Angebot der Beratungsstelle für Betroffene, Angehörige und Fachkräfte vor.

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, 5. November, von 19.30 bis ca. 20.30 Uhr im Druckereimuseum Weiss, Am Handwerkerzentrum 16, Imgenbroich, statt. Eingeladen sind alle Interessierten, besonders Mädchen ab 15 Jahre, Eltern, Großeltern und Fachkräfte. Anmeldungen zu dieser kostenlosen Informationsveranstaltung werden telefonisch in der Ahorn-Apotheke in Simmerath unter 02473 93810, angenommen.

Postkarten für Schülerinnen und spezielle Informationsblätter zum Thema K.O.-Tropfen wurden inzwischen von der Aachener Beratungsstelle für Ärztinnen und Ärzte, für Therapie und Beratung und für Notfallpersonal erstellt und herausgegeben. Die Beratung von betroffenen Frauen und Mädchen aus der Städteregion Aachen, die unter K.O.-Tropfen sexuelle Gewalt erlebt haben, gehört seit fast vier Jahren zum Schwerpunkt der Arbeit des Frauennotrufs. Im Frühjahr waren Fachkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen zu einer Fachtagung in Aachen zu Gast, um von dem Aachener Modellprojekt zu lernen.

Deutlich positionieren

Besonders ernst nehmen die Mitarbeiterinnen die Prävention zum Thema K.O.-Tropfen in der Aachener Region. „Es ist wichtig, dass möglichst viele Menschen informiert sind. Denn nur dann lassen sich auch Opfer vermeiden.”

Und genau hier setzt die Kooperation mit der Simmerather Apotheke an, die sich für das Thema Gesundheitsprävention engagiert. Durch die Kooperation mit dem Aachener Frauennotruf wird ein weiterer Schritt unternommen, möglichst vielen Menschen, ob Jung oder Alt, Informationen rund um ihre Gesundheit zu vermitteln. Die Veranstaltung zum Thema „K.O.-Topfen” ist zugleich der Auftakt für eine Reihe von Informationsveranstaltungen rund um die Prävention.

Agnes Zilligen vom Frauennotruf: „Sexuelle Gewalt ist nach wie vor ein großes Tabuthema. Auch wenn die Thematik in jedem zweiten Fernsehkrimi vorkommt, wird sie selten mit der Realität der betroffenen Frauen und Mädchen in unserem direkten Umfeld in Verbindung gebracht. Unsere Gesellschaft braucht mehr Menschen aus der ganzen Region, die sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten eindeutig gegen sexuelle Gewalt positionieren. Zum Beispiel, indem sie eine Präventionsveranstaltung organisieren.”
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