„Sepa-Format“ treibt Schweiß auf die Stirn

Von: ho
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Mit dem neuen Sepa-System kommt auf die Vereine einiges an Neuerungen zu. Da holt man sich besser schon eine Erstinformation wie hier bei Jennifer Sieger in der Lammersdorfer Sparkasse. Foto: Hoffmann

Nordeifel/Region. Auch in unserer Region wird so mancher Schatzmeister eines Vereins die Schweißperlen auf der Stirn stehen haben, wenn er an den Einzug der Mitgliedsbeiträge im nächsten Jahr denkt. Grund sind die anstehenden Veränderungen im europäischen Zahlungsverkehr, die durch die Einführung des „Sepa-Formats“ (Single Euro Payment Area) umgesetzt werden.

Ab Februar 2014 wird dieses Format, das ohne die bisherige vertraute achtstellige Bankleitzahl und oft noch kürzere Kontonummer abgewickelt wird, für Firmen Pflicht. Und da Vereine in diesem Zusammenhang wie Firmen behandelt werden, müssen auch sie sich in den nächsten zehn Monaten mit dem neuen System vertraut gemacht haben.

Abschreckend wirkt dabei auf den ersten Blick zunächst einmal der Ziffernbandwurm „IBAN-Nummer“, der in Deutschland 22 und im europäischen Ausland bis zu 34 Stellen umfassen kann. Bei der IBAN (International Bank Account Number) handelt es sich um eine international standardisierte Bankkontonummer, die künftig einzusetzende „BIC-Nummer“ ersetzt im europäischen Zahlungsverkehr die Bankleitzahl.

Jennifer Sieger, Leiterin der Sparkassenfiliale in Lammersdorf, ergänzt dazu: „Durch das neue Sepa-Format wird der Inlandszahlungsverkehr mit dem europäischen Zahlungsverkehr verschmolzen. In Europa schließen sich 32 Staaten diesem System an.“ Die Vorzüge des neuen europaweiten Zahlungssystems liegen nach einhelligem Tenor der Geldinstitute in einer Vereinheitlichung der Fristen, des Rechtsrahmens und in transparenteren Preisen.

Auf die Finanzverwalter der Vereine kommt auf jeden Fall Arbeit zu. Sie müssen in den kommenden zehn Monaten unter anderem bestehende Einzugsermächtigungen in Lastschriftverfahren umwandeln, damit die Mitgliedsbeiträge weiter fließen. Als erster Schritt steht für die Vereine allerdings die Kontaktaufnahme mit der Bundesbank in Frankfurt an. Dort müssen sie auf elektronischem Wege eine Gläubiger-Identifikationsnummer (18-stellig) für ihren Verein beantragen, die für das Sepa-Verfahren unbedingt erforderlich ist.

Dass die Vereine im Rahmen der anstehenden Änderungen vermutlich ihre Aufnahmeanträge bzw. Beitrittserklärungen nebst Einzugsermächtigung ändern müssen, ergibt sich durch das neue System quasi zwangsläufig. Dazu dürften noch die Briefbögen kommen, die um IBAN- und BIC-Nummer ergänzt werden sollten. Zudem besteht für den Verein die Pflicht, seine Mitglieder vorab über die anstehende Lastschrift zu informieren.

Verständlicherweise gibt es zu diesen ganzen Neuerungen bei den Vereinen eine Menge Fragen und im Hinblick auf die anstehenden Arbeiten der ehrenamtlich Tätigen eine ganze Menge Kopfzerbrechen.

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