Seniorenwohnsitz Lambertz erhält Gütesiegel

Von: fm
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Heimleiterin Uschi Lambertz-Lennefer nahm stolz die Urkunde zum Gütesiegel mit dem neuen Logo des Ombudsmannes entgegen und versprach, die hohen Pflegestandards des Hauses weiter auszubauen. Mit ihr freuen sich Werner Wolff als Ombudsmann und Joachim Lennefer als Pflegedienstleiter. Foto: Franz Mertens

Kalterherberg. Der Ombudsmann für die Seniorinnen und Senioren der Städteregion Aachen verleiht seit Jahren Gütesiegel an Einrichtungen der Altenpflege. In einem besonderen Prüfungsverfahren wird anhand von sechs Bausteinen überprüft, ob eine Einrichtung mit dem Gütesiegel für sich werben darf.

Besondere Bausteine im Prüfungsverfahren sind Wahlfreiheit, Mitbestimmung, Wohnen, Privatsphäre, Freizeit und Essen und Trinken. Alle vollstationären Einrichtungen haben sich auf freiwilliger Basis diesem Prüfungsverfahren unterworfen. Der Seniorenwohnsitz Lambertz erhielt das Gütesiegel für die vollstationäre Altenhilfe erstmalig im August 1998. Das Gütesiegel ist zeitlich jedoch begrenzt. Nach Ablauf der Gültigkeitsdauer setzt ein neues Prüfverfahren ein.

Am Mittwochnachmittag erhielt der Seniorenwohnsitz die begehrte Auszeichnung zum vierten Mal in Folge. Aus diesem Anlass hatte die Heimleitung zu einer kleinen Feierstunde in die Cafeteria des Hauses eingeladen. In seiner Begrüßungsansprache schilderte Pflegedienstleiter Joachim Lennefer kurz die Vorgeschichte zur Feier.

Unangemeldete Prüfung

Mitten in den Vorbereitungen für diese Feier habe sich der Medizinische Dienst zu einer unangemeldeten Prüfung angesagt. Die Prüfer hätten schnell erkannt, dass es im Seniorenwohnsitz professioneller zugehe als in manch anderer Einrichtung. Die Prüfer hätten daher für ihre Arbeit nicht sehr viel Zeit gebraucht. Es gab auch keinen Grund zu Beanstandungen.

Ehe Ombudsmann Werner Wolff der Heimleiterin Uschi Lambertz die neue Urkunde zum Gütesiegel überreichte, machte er auf ein kleines Jubiläum, das in vierzehn Tagen anstehe, aufmerksam. Dann verfüge das Haus schon fünfzehn Jahre auf das Gütesiegel.

Die Verleihung des Gütesiegels unterliege nicht der üblichen Prüf- und Kontrollinstanz einer Behörde. Dafür seien Medizinischer Dienst und Heimaufsicht zuständig. Beim Gütesiegel gehe es vielmehr darum, was ein Haus für seine Bewohner tut ohne dazu direkt verpflichtet zu sein.

Beim Seniorenwohnsitz Lambertz sei deutlich der familiäre Charakter zu spüren. Werner Wolff bat die Familie Lennefer-Lambertz ausdrücklich, dieses Grundgefühl weiter zu erhalten. Abschließend dankte er der Familie und den Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz zum Wohle der Heiminsassen. Ohne sie gäbe es heute keine Wiederverleihung.

Für die Stadt Monschau gratulierte Hermann Mertens zur wiederholten Auszeichnung. Er ging in groben Zügen auf die wechselvolle Geschichte des Hauses ein. Zunächst habe die Familie eine Gastwirtschaft betrieben, später einen Hotelbetrieb und heute nach mehreren An- und Umbauten das Altenheim in der heutigen Form.

Von Anfang an sei dabei Herzlichkeit immer groß geschrieben worden. Die Liebe zum Mitmenschen zeichne das Haus bis heute aus. Ortsvorsteher Norbert Rader schloss sich diesen Worten an und gratulierte ebenfalls im Namen der Dorfgemeinschaft. Zu den Gästen des Tages zählte auch der Vorstand der Ortsgruppe des Eifelvereins, der dem Haus seit Jahren sehr verbunden ist.

Zum Abschluss des offiziellen Teils gab Pflegedienstleiter Joachim Lennefer einen kurzen Ausblick in die nächste Zukunft des Hauses. Die Altbauten auf dem Nachbargrundstück werden abgerissen.

18 Plätze mehr

Hier wird der Ambulante Pflegedienst unmittelbar an der Malmedyer Straße ein neues Zuhause finden. Die daran anschließenden Gebäudetrakte werden eine direkte Verbindung zum Altbau haben. Der Altbau wird weiter über 38 Vollzeitpflegeplätze verfügen. Durch die Baumaßnahmen kommen 18 Plätze für ambulante Pflege dazu. Alle Bewohner haben zu dem ans Haus angrenzenden Park mit seinen Ruheeinrichtungen Zugang. Nach Abschluss der Erweiterungsbauten sollen sich Kreise schließen.

Früher war die alte Gastwirtschaft ein beliebter Treffpunkt für die Jugend. Der Neubau soll daran anknüpfend zu einem Anlaufpunkt für die ältere Bevölkerung des Ortes werden. Mit einem reichhaltigen Buffet schloss die Verleihung des Gütesiegels.

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