Senfmühle: Interaktives Museum in Planung

Von: mon
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Neben Führungen durch die Senfmühle, gab es für die jüngsten Besucher des Mühlenfestes jedes Menge Spaß im Pool. Foto: Vera Monterey

Monschau. „Kinder liegen mir besonders am Herzen“, meinte Ruth Breuer, Geschäftsführerin der historischen Senfmühle zu dem bunten Treiben des Mühlenfestes, an dem es auch viel für die kleinen Besucher des Mühlenfestes zu erleben gab.

Zu dem 15. Mühlenfest, welches bundesweit stattfand, auch in Mühlen, die nicht mehr produzieren, waren trotz des durchwachsenen Wetters unzählige Gäste, Einheimische und Touristen mit und ohne Kinder gekommen, um den Tag zu feiern.

Ob nun in Begleitung mit dem imaginären Firmenmaskottchen, der „Senfmaus Emil“, durchs Museum, oder draußen beim Kinderschminken, beim Kristallschürfen oder, der große Renner an diesem Tag, beim Poolball im Swimmingpool – das Mühlenfest hatte ein volles und vielfältiges Programm zu bieten. „Das hat Spaß gemacht“, bestätigte die siebenjährige Caroline, man würde „immer denken, dass man nass wird“, erklärte die Kleine gelassen nach einer zehnminütigen Tour in dem mindestens zwei Meter Durchmesser großen Plastikball.

Passieren könne nicht viel im kaum 20 cm hohem Wasser, bestätigte der Veranstalter, man könne im Zweifelsfall „nur ein bisschen nass werden“. Neben dem hundertprozentigen „Spaß mit Aktion“, gab es einen Würstchenstand und ein Festzelt, wo ein laufendes Musikprogramm für Alt und Jung geboten wurde. Das Live-Programm präsentierte den Chor 1847 aus Geldern, eine fetzige Darbietung von „The Lazy Lads“ mit „Good Time Rockabilly“ und eine Aufführung der Tanzformation der „Hot Shoes“, sowie Zaubervorstellungen von Charly Martin.

Unter den Gästen rund 20 Bewohner des Maria-Hilf-Stifts, darunter einige, die sich noch an die alten Zeiten und die alte Geschichte der Senfmühle erinnern konnten, an den Beginn und Firmengründer Clemens August Breuer mit seinem Bruder Heinrich in den Jahren 1882 bis 1908, an die 20er-Jahre, als die Senffabrikation ihren Höhepunkt erlebte und gar ins Ausland exportierte, an Kriegszeiten und den Umzug ins Laufenbachtal.

Längst ist das Programm der historischen Senfmühle um ein Vielfaches erweitert worden. Es gibt neben 18 Senfsorten, die wie eh und je produziert werden, Weine, Eifeler Spezialitäten, italienische und französische Delikatessen und vieles mehr. Darüber hinaus das Restaurant „Schnabuleum“, welches mit einer vielfältigen Speisekarte aufwartet, wo stets Senf dezent dazugehört, bis hin zur Senfpraline zum Nachtisch.

Wem der Trubel zu groß war, nahm an einer der stündlich stattfindenden kostenlosen Führungen teil und ließ sich „vom Charme der alten Herstellungsweise verzaubern“, so Breuer. Wind- und Wassermühlen symbolisierten jahrhundertelang handwerkliche Fabrikation. Mit der industriellen Revolution wurden die Mühlen durch Maschinen abgelöst. Im Jahre 1895 baute der Firmengründer die Senffabrikation zur Dampfsenffabrikation um.

Neues Mahlwerk

Und mit Guido Emil Breuer wurde die Mühle zu einem produzierenden Museum ausgebaut und die Senfbehältnisse aktualisiert. Zwischen alten Mühlsteinen wird, wie in alter Zeit, Senf handwerklich und in bester Qualität auf kaltem Wege hergestellt. Derzeit werden die alten Fachwerkgebäude um ein Gebäude für Produktion, Abfüllung, Lager und Technik erweitert. Hier wird das neuere Mahlwerk seinen Platz finden und der freiwerdende Platz voraussichtlich von einem „Interaktiven Senfmuseum“ eingenommen werden, wo natürlich auch Senfmaus „Emil“ nicht fehlen darf.

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