Seminar: Einstieg in die Holzbildhauerei

Von: P. St.
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Der Bildhauer Wolfgang Wendt bietet in seinem Atelier ein Bildhauer- und Schnitzseminar an. Foto: Peter Stollenwerk

Vossenack. Seine Skulpturen sind wuchtig, stark, kraftvoll, aber im Detail manchmal auch erstaunlich filigran. Der in Vossenack lebende Bildhauer Wolfgang Wendt möchte nun zum wiederholten Mal Interessenten den Einstieg in die Holzbildhauerei ermöglichen.

Dazu bietet er in den Herbstferien (innerhalb des Zeitraumes vom 10. bis 21. Oktober) ein Bildhauer- und Schnitzseminar in seinem Atelier in Vossenack an. In dieser kreativen Woche möchte Wendt, der mit seiner eigenwilligen, sehr persönlichen und hintergründigen Form der Bildhauerei bewusst zum Nachdenken anregen möchte, künstlerisch ambitionierten Teilnehmern Wege der kreativen Selbsterkenntnis aufzeigen. Wer in der Kürze der Zeit sich das Arbeiten mit Holz noch nicht zutraut, kann auch auf Speckstein, Sandstein oder die Töpferscheibe zurückgreifen. Diese Angebote gehören ebenfalls zum Seminar.

Wolfgang Wendt sieht sich weder als Perfektionist noch als Kunstlehrer. Er weiß, dass er über Ecken und Kanten verfügt und sich ungern auf eine bestimmte Richtung festlegen lässt.

Seine Werke sind Produkte seiner Gefühlswelt und der persönlichen Befindlichkeit, die den Betrachter emotional berühren sollen. So kommt es auch bei dem Seminar darauf an, dass die Teilnehmer sich ungezwungen der Entfaltung ihres kreativen Potenzials hingeben können.

Wolfgang Wendt arbeitet häufig mit der Motorsäge, was seinen Groß-Skulpturen die besondere Note gibt. Sein Weg zur Kunst führte ebenfalls über viele Ecken und Kanten. Erst auf dem zweiten Bildungsweg legte er das Abitur ab. Dann wurde das Lehramtsstudium an der Pädagogischen Hochschule Aachen in Kunst, Literatur und Geschichte durch die Geburt seines Sohnes unterbrochen.

Doch die künstlerische Energie lebte in ihm weiter, so dass er im Alter von 48 Jahren erneut ein Studium an der Fachhochschule für Design in Aachen mit dem Schwerpunkt Bildhauerei aufnahm. In der nachfolgenden Zeit wandelte sich auch sein Selbstverständnis als Künstler, indem er sich immer mehr von der naturalistischen Darstellung entfernte und sich mehr auf Formgebung und Inspirationen konzentrierte. „Ich möchte meine Seele in meine Arbeiten einbringen“, sagt der Künstler, der vor einigen Jahren als fast 60-Jähriger sogar zum dritten Mal ein Kunststudium aufnahm.

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