Selbsthilfe-Forum: Wo Laien als Experten unterwegs sind

Von: andrea thomas
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Ansprechpartner für Patienten
Ansprechpartner für Patienten und Angehörige: Pfarrer Theodor Maas ist Selbsthilfebeauftragter der Medizinischen Zentrums. Foto: Thomas

Städteregion Aachen. Experten für eine Krankheit und insbesondere das Leben damit, sind nicht nur Mediziner, sondern oft in ganz besonderem Maße die Betroffenen selbst. Sie wissen aus eigener Erfahrung, wie man sich nach einer Diagnose fühlt, die das Leben verändert, welche Therapien es gibt und wo man Hilfe bekommen kann.

Das hat auch das Medizinische Zentrum Städteregion erkannt und setzt seit einigen Jahren als selbsthilfefreundliches Krankenhaus intensiv auf die Zusammenarbeit und den Austausch mit Selbsthilfegruppen: In den Eingangsbereichen, Wartezonen und auf den Stationen liegt Infomaterial verschiedener Gruppen aus, das MZ hat einen eigenen Flyer mit Informationen und Kontaktinformationen zu den verschiedenen Selbsthilfegruppen in der Region zusammengestellt, listet gut 80 Gruppen, mit denen es zusammenarbeitet, auf seiner Internetseite auf und hat mit dem evangelischen Pfarrer Theodor Maas einen eigenen Selbsthilfebeauftragten als Ansprechpartner für Patienten und Angehörigen.

Ins Gespräch kommen

In Kooperation mit dem Selbsthilfebüro der Städteregion bietet das Krankenhaus außerdem einmal jährlich mit dem „Selbsthilfe-Forum MZ” einen Informationstag zum Thema an. Am Sonntag, 1. Juli, stellen zwischen 11 und 17 Uhr rund 25 Gruppen ihre Arbeit in der Eingangshalle des Betriebsteils Würselen-Marienhöhe vor. Zwanglos und unverbindlich sollen sich Interessierte hier informieren können und mit Vertretern der Selbsthilfegruppen ins Gespräch kommen.

Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Städteregionsrat Axel Hartmann und Würselens Bürgermeister Arno Nelles werden außerdem Vorträge zum Thema „Selbsthilfe und Pflege” angeboten. Um 12 Uhr spricht Winfried Königs, Pflegedirektor des MZ über „Pflege gestern und heute”, um 13 Uhr stellt Ruth Zaunbrecher von der AOK die Pflegeleitstelle Demenz vor, und um 14 Uhr informiert Yvonne Berg vom Pflegestützpunkt im Haus der Städteregion über das „Wohnumfeld für Mobilitätseingeschränkte”.

In der Cafébar der Osteoporose-Selbsthilfe können sich die Besucher bei selbst gebackenem Kuchen stärken. Der Erlös kommt einem caritativen Projekt zugute. Der Eintritt zum Selbsthilfe-Forum ist frei.
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