Sekunden zwischen Leben und Tod: Retter ausgezeichent

Von: Robert Flader
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Ausgezeichnet: Lebensretter Marc Nießen und Julia Kleine aus Simmerath wurden am vergangenen Freitag von der stellvertretenden NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann geehrt. Foto: Pressestelle NRW

Simmerath/Düsseldorf. Letztlich waren es nur wenige Sekunden, die Anfang Dezember 2008 an Fringshaus buchstäblich über Leben und Tod entschieden.

Genau genommen waren es Julia Kleine und Marc Nießen aus Simmerath, die mit ihrem beherzten Eingreifen einen verunglückten Autofahrer aus seinem in Flammen stehenden Pkw zerrten und so vor dem fast sicheren Verbrennen retteten.

„Wir haben nicht lange überlegt, haben ihn irgendwie da rausgezogen”, sagten sie damals. Zwischen explodierenden Reifen und extremer Hitze bargen die beiden den Schwerverletzten, der bei einem Unfall auf der spiegelglatten Straße in Richtung Roetgen die Kontrolle über sein Auto verloren hatte, gegen zwei Bäume geprallt war und sich überschlagen hatte.

Zwei Jahre ist das jetzt fast auf den Tag genau her, zwei Jahre, die zwischen den beiden Eifeler Lebensrettern und dem Erlebten liegen. Doch das beherzte Eingreifen hatte für Nießen und Kleine noch ein Nachspiel - ein positives: Am vergangenen Freitag wurden sie in Düsseldorf von der stellvertretenden NRW-Ministerpräsidentin Sylvia Löhrmann mit der Rettungsmedaille des Landes ausgezeichnet.

„Sie Held oder Heldin zu nennen, ist wirklich keine Übertreibung”, sagte Löhrmann den insgesamt 27 ausgezeichneten Lebensrettern. „Sie haben vorbildlich gehandelt und ganz besonderen Mut bewiesen, sich selbst in Lebensgefahr begeben, um das Leben anderer zu retten.”

So wie Marc Nießen und Julia Kleine, als sie in besagter Dezembernacht 2008 auf dem Heimweg vom Weihnachtsmarktbesuch auf dem Parkplatz gegenüber von Fringshaus einen hellen Feuerschein bemerkten und den verunglückten Fahrer aus dem brennenden Wrack zogen. Der Mann hatte sich bis zum Oberkörper aus seinem Fahrzeug hangeln können, ehe ihn die Kräfte verließen.

Die Rettungsmedaille des Landes wird seit 1951 für Taten verliehen, bei denen Retter andere Menschen aus lebenbedrohlichen Notlagen befreien. In den vergangenen 59 Jahren wurde die aus massivem Silber gefertigte Rettungsmedaille etwa 1000 Mal verliehen und zählt damit zu den am seltensten vergebenen staatlichen Auszeichnungen.
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